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Spezialist für biometrische Bezahlsysteme will Europa erobern

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Das Lahrer Unternehmen it-werke, das in Deutschland bereits zahlreiche Fingerabdrucksysteme für Bezahlvorgänge im Einzelhandelsbereich (etwa bei Edeka und Metro) sowie für Zugangs- und Login-Kontrollen installiert hat, will nun auch Europa erobern. Auf der Anfang März in Düsseldorf abgehaltenen Fachmesse EuroCIS soll Vingado vorgestellt werden, eine Erweiterung des bisherigen Digiproof-Systems.

Bei Digiproof werden Kassen um optische Fingerabdruck-Scanner erweitert, an denen Kunden Einkäufe durch die Überprüfung des eigenen Fingerabdrucks quittieren können. Kunden, die an dem System teilnehmen wollen, hinterlegen zunächst einen Referenzdatensatz ihrer Fingerlinien und willigen zudem in das Lastschrifteinzugsverfahren ein, wodurch der Geldtransfer im Hintergrund autorisiert wird.

Der gemeinsam von Sagem und Hitachi entwickelte HybridScanner kombiniert Fingerabdruck- und Venenmuster-Erkennung.

Im Rahmen von Vingado soll es nach Angaben von it-werke-Vorstand Ulrich Kipper künftig möglich sein, nicht nur bei einem bestimmten Unternehmen per Fingerabdruck zu bezahlen, sondern "bei jedem Geschäft, das seinen Kunden 'pay by Vingado' anbietet" – und das in ganz Europa. Dazu will das Unternehmen ein "dichtes Netz von Registrierungsmöglichkeiten" aufbauen.

"Insbesondere Institute der Geldwirtschaft haben ein natürliches Mandat, die Funktion eines Vingado-Issuers zu übernehmen", erklärt Kipper. Da biometrische und sonstige Kundendaten bei Vingado logisch und räumlich voneinander getrennt und sensible Daten "gar nicht erst in Berührung mit dem Markt" kommen würden, entstünden auch "keine Sicherheitslücken", heißt es in Lahr. Gemeinsam mit Sagem zeigen die it-werke auf der EuroCIS zudem einen Hybrid-Scanner, der Fingerabdruck- und Venenmuster-Erkennung kombiniert. (pmz)

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