Spezifikation für 4K-Blu-ray weiterhin "im Fluss"

Die Blu-ray Disc Association hat Meldungen widersprochen, wonach die Spezifikationen für die angekündigte Blu-ray-Variante für ultrahochaufgelöste Filme bereits komplett verabschiedet sei.

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Spezifikation für 4K-Blu-ray weiterhin "im Fluss"

Panasonic zeigte auf der diesjährigen CES den Prototypen eines Players für die Ultra-HD-Blu-ray, allerdings lediglich hinter Glas.

(Bild: Panasonic)

Von
  • Nico Jurran

Anfang der Woche tauchten in mehreren US-amerikanischen Publikationen Berichte auf, dass sich die Blu-ray Disc Association (BDA) endgültig auf eine Spezifikation für die kommende Blu-ray-Variante geeinigt habe. Auf den Discs sollen künftig Filme in Ultra-HD-Auflösung mit 3840 × 2160 Pixel gespeichert werden. Im Grunde handelt es sich bei den Berichten um Auflistungen der bereits Ende Januar geleakten Informationen, ergänzt um zwei Punkte: Zum einen sollte die Disc offiziell "Ultra-HD Blu-ray" heißen, zum anderen würden HDR-Filme mit erhöhtem Kontrastumfang ("High Dynamic Range") in verschiedenen Formaten unterstützt.

Während zahlreiche Medien die Meldung weiterverbreiteten, entschloss sich heise online dazu, sie nicht zu bringen. Grund dafür waren vor allem widersprüchliche und teilweise im Nachhinein korrigierte Angaben zu eben den HDR-Formaten. So war etwa Technicolor einmal angeblich mit einer eigenen Lösung vertreten, dann wieder doch nicht. Zudem blieb die technische Umsetzung unklar; eine offizielle Erläuterung der BDA war nicht zu finden.

Mittlerweile zeigt sich, dass die Zweifel wohl begründet waren: Laut einem Bericht der Media Entertainment and Services Alliance (MESA) wies der BDA-Vorsitzende Victor Matsuda Darstellungen zurück, dass die angekündigte Blu-ray-Variante für ultrahochaufgelöste Filme bereits komplett verabschiedet sei. Tatsächlich befänden sich Teile der Spezifikation noch im Fluss, weshalb aktuell keine weiteren Aussagen getroffen werden könnten.

Ron Martin, Chef der Panasonic Hollywood Labs, stellte gegenüber MESA aber schon einmal klar, dass Technicolor keine eigene HDR-Lösung eingebracht habe. Vielmehr habe Technicolor einen Ansatz für einen dynamisches Metadaten-Format vorgelegt, das den kommenden Playern vermittele, wie sie mit den HDR-Daten umzugehen hätten. (nij)