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Spiegel gründet kostenfreies Wissensportal

Wissensportale sind in. Kurz nachdem Google seine Pläne für seine Wissensplattform Knol bekannt gegeben hat, tritt die Spiegel-Gruppe mit eigenen Plänen an die Öffentlichkeit. Auf wissen.spiegel.de sollen ab kommendem Frühjahr Inhalte aus verschiedenen Quellen kombiniert werden, Artikel aus den Zeitschriften des Verlags in Zukunft kostenlos abrufbar sein.

Für das neue Portal haben die Spiegel-Gruppe und die Bertelsmann-Tochter Wissen Media Group ein Joint Venture gegründet. Wissen Media bringt dabei die Inhalte der Bertelsmann-Lexika und -Wörterbücher ein, während der Hamburger Verlag die Artikel aus dem Magazin Spiegel und die Inhalte von Spiegel Online beisteuert. Angereichert wird das Ganze mit den Artikeln aus der freien Internet-Enzyklopädie Wikipedia. "Erstmals wird es möglich sein, alle relevanten Informationen zu einem Suchwort aus unterschiedlichen kompetenten Quellen mit einem Klick zu finden", kommentiert Mario Frank, Geschäftsführer des Spiegel-Verlags.

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Das werbefinanzierte Wissensportal soll aber nicht nur aus der Zusammenführung von verschiedenen Quellen bestehen, laut Mitteilung des Verlags soll eine achtköpfige Redaktion die Inhalte aufbereiten, aktualisieren und erweitern. In Zukunft sollen alle Inhalte des Spiegels ab Gründung im Jahr 1947 kostenlos abrufbar sein. Ausnahme ist das jeweils aktuelle Heft, das in einer E-Paper-Version kostenpflichtig bleiben soll. Das deutsche Nachrichtenmagazin folgt mit diesem Schritt Vorbildern wie der New York Times, die ihre einst kostenpflichtigen Angebote kostenlos verfügbar gemacht haben, um mehr Leser zu gewinnen. (Torsten Kleinz) / (Torsten Kleinz) / (jk)

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