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Spiele-Publisher Capcom vermeldet Rekordjahr

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Gut geölt: Die Beat'em-Up-Serie Street Fighter IV soll in diesem Jahr mit einer Arcade-Edition fortgesetzt werden.

(Bild: Capcom)

Der japanische Videospielproduzent Capcom konnte im vergangenen Geschäftsjahr, das am 31. März endete, ein Rekordergebnis vermelden. So seien die Umsätze gegenüber dem Vorjahr von 66,8 auf 97,7 Milliarden Yen (umgerechnet 845 Millionen Euro) gestiegen. Der Gewinn schoss gar um 258 Prozent von 2,8 auf 7,8 Milliarden Yen (umgerechnet 67 Millionen Euro) in die Höhe.

Grund für den Erfolg sind gleich fünf Videospiele, die sich mehr als eine Million Mal verkauften. So konnte Capcom von seinem PSP-Spiel "Monster Hunter Freedom 3" 4,6 Millionen Einheiten absetzen. Es sei das bis dato sich am schnellsten verkaufte PSP-Spiel überhapt gewesen. Aber auch die (in Deutschland nicht erschienene) Zombie-Hatz "Dead Rising 2" und der Comic-Prügler "Marvel vs. Capcom 3" gingen mehr als zwei Millionen mal über die Ladentheken. Auf den Plätzen vier und fünf landeten das Beat'em up "Super Street Fighter IV" mit 1,6 Millionen und der Multiplayer-Shooter "Lost Planet 2" mit 1,5 Millionen Einheiten.

Neben diesen Großproduktionen für klassische Spielkonsolen engagiert sich der Hersteller inzwischen auch auf dem boomenden Markt der Casual-Spiele und vertreibt für iOS-Geräte beispielsweise das Free-To-Play-Spiel Smurfs' Village, das zunächst kostenlos verteilt wird und Spieler zum Kauf sogenannter Schlumpfbeeren animiert, um im Spiel schneller voran zu kommen.

Für das aktuelle Jahr rechnet Capcom allerdings mit einer empfindlichen Konjunkturabkühlung. So musste der Konzern in Folge des Erdbebens zehn Spielhallen in Japan schließen, von denen bislang erst drei wieder geöffnet wurden. "Wir befürchten, dass die Videospiel-Industrie im kommenden Jahr einen allgemeinen Abschwung erleben wird, weil sich die Konsumenten bei den Ausgaben für Unterhaltung und Freizeitaktivitäten zurückhalten werden", heißt es in dem Geschäftsbericht. Folglich sollen der Umsatz auf 86 Milliarden Yen (744 Millionen Euro) und der Gewinn auf 7 Milliarden Yen (rund 60 Millionen Euro) zurückgehen. (hag)

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