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Spiele-Tool GameMode soll Performance unter Linux steigern

Mit einem Open-Source-Tool können Linux-Gamer ihre CPU beim Spielen auf bessere Performance trimmen. Das Portierungsstudio Feral Interactive will die Software in Zukunft weiter ausbauen.

Spiele-Tool GameMode soll Performance unter Linux steigern

(Bild: karnoff / Shutterstock.com)

Das Mac- und Linux-Portierungsstudio Feral Interactive hat ein Open-Source-Tool namens GameMode veröffentlicht, das die Spiele-Performance für Linux-Gamer verbessern soll. GameMode besteht aus einem Hintergrund-Daemon und dazugehörigen Bibliotheken. Startet der Nutzer ein Spiel, das über das Tool konfiguriert wurde, versetzt GameMode die CPU in den Performance-Modus. Das soll verhindern, dass die CPU in einem sparsameren Modus läuft, wenn sie gerade nichts oder wenig zu tun hat – etwa weil sie darauf wartet, dass die GPU ihre Arbeit erledigt. Messungen des Spiele-Portals GamingOnLinux zufolge kann das die Spiele-Performance um ein paar Frames steigern.

Beim Spiel F1 2017 maß GamingOnLinux etwa eine Steigerung der Durchschnittlichen FPS-Rate von 75 auf 83 FPS unter Ubuntu 17.10. Bei Company of Heroes 2 waren es eine Steigerung von 33 auf 44 FPS. Manche Linux-Gamer nehmen CPU-Govenor-Einstellungen, wie sie GameMode nutzt, auch selbst von Hand vor. Beim Tool von Feral hat man allerdings den Vorteil, dass es die CPU nach Beendigung des Spielens wieder in den Ausgangspunkt zurück regelt. Bei Laptops kann das zum Beispiel die Akkulaufzeit verlängern, wenn man nach dem Spielen mit Netzteil noch mobil unterwegs ist und die CPU dann wieder sparsamer agiert und die Leistung schneller drosselt.

Feral Interactive hat GameMode auf GitHub unter einer BSD-Lizenz veröffentlicht. Man will das Tool in Zukunft weiter ausbauen und um weitere Features erweitern. Dabei ist man offen für Patches aus der Linux-Gamer-Gemeinde. Feral Interactive beschäftigt sich sonst hauptsächlich damit, Windows-Spiele auf die Mac- und Linux-Plattform zu portieren. (fab)

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