Neue Schrauben gegen Hitze: Asus erhöht Anpressdruck bei ROG Radeon RX 5700 XT Strix

Asus erhöht mit neuen Schrauben den Anpressdruck des Kühlers auf die AMD-GPU. Bisherige Käufer können ihre Grafikkarte zum Umbau einschicken.

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(Bild: Asus)

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Grafikkartenhersteller Asus bestätigt Temperaturprobleme bei seinen ROG-Strix-Modellen der Radeon RX 5700 XT und Radeon RX 5700. Zur Behebung setzt Asus seit Januar 2020 neue Schrauben zur Befestigung des Kühlers ein, die den Anpressdruck auf den Grafikchip von 30-40 psi auf 50-60 psi erhöhen. Das soll den Wärmeübergang zwischen GPU und Kühler und damit die Kühlleistung verbessern, wie Asus in seinem Blog mitteilt.

Wer bisher eine ROG Radeon RX 5700 XT Strix oder ROG Radeon RX 5700 Strix gekauft hat, kann die Grafikkarte ab März 2020 bei Asus einschicken, um die Schrauben wechseln zu lassen. Das funktioniert auch in Deutschland und Österreich. Auf Anfrage erklärte der Hersteller, dass zurzeit ein Versand der Schrauben an Nutzer zum Selbstumbauen evaluiert werde. Die ROG Radeon RX 5600 XT Strix ist nicht betroffen und auch bei den TUF-Modellen scheint keine nachträgliche Änderung zu erfolgen.

Laut Asus empfiehlt Chiphersteller AMD in seinen Designrichtlinien einen Anpressdruck von 30 bis 40 psi für die Navi 10 genannten Grafikchips auf den 5700er-Grafikkarten. Nach Prüfung ist Asus zum Entschluss gekommen, dass dieser Wert konservativ ausgelegt und eine Erhöhung auf bis zu 60 psi unbedenklich sei. Erst ab 75 psi könne es zu Problemen kommen, schreibt Asus im Blog.

Im Handel lassen sich die verschiedenen Versionen der ROG Radeon RX 5700 XT Strix und ROG Radeon RX 5700 Strix derzeit nicht unterscheiden. Asus übernimmt die Modellnummern 90YV0D90-M0NA00 (XT) und 90YV0DD0-M0NA00 (Non-XT). Wem die Grafikkarte zu laut vorkommt, sollte gegebenenfalls Asus' Support kontaktieren.

(mma)