Spielergrafikkarte GeForce GTX 1650 mit schnellem GDDR6-Speicher

Die ersten Herstellerkarten der GeForce GTX 1650 wechseln von GDDR5- auf GDDR6-RAM – womöglich, weil die alten Speicherchips zu teuer werden.

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Gigabyte vermerkt auf dem Karton unten links den Einsatz von GDDR6-Speicher.

(Bild: Gigabyte)

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Nvidia erlaubt Grafikkartenherstellern offenbar die Nutzung von GDDR6-Speicher (6000 MHz) anstelle von GDDR5 (4000 MHz) bei der GeForce GTX 1650. Der Wechsel steigert die Übertragungsrate um 50 Prozent auf 192 GByte/s, genauso viel wie bei der GeForce GTX 1650 SUPER.

Gigabyte zeigt auf seiner chinesischen Produktseite bereits zwei Modelle mit GDDR6-Speicher: die GeForce GTX 1650 D6 Windforce OC 4G (GV-N1656WF2OC-4GD) und GeForce GTX 1650 D6 OC 4G (GV-N1656OC-4GD). Erste deutsche Händler wie PC Service Point bieten die Spielergrafikkarten zur Vorbestellung an, allerdings zu derzeit hohen Preisen.

Die GeForce GTX 1650 mit GDDR6-Speicher stellt Nvidias sechste Grafikkarte im Preisbereich von 130 bis 300 Euro dar. Außer der bisherigen GTX 1650 (GDDR5) bietet Nvidia die GTX 1650 SUPER, GTX 1660, GTX 1660 SUPER und GTX 1660 Ti an. Der Chiphersteller bewirbt die GeForce GTX 1650 mit GDDR6 allerdings nicht als eigenständiges Modell.

Laut Igor’s Lab machen Nvidia und dessen Partner vielmehr aus einer Not eine Tugend, denn aktuell soll der GDDR5-Speicher knapp und somit teurer werden. Die drei weltweit größten Speicherhersteller Micron, Samsung und SK Hynix schwenken die Produktion vom Speicherstandard GDDR5 auf GDDR6 um, den AMD und Nvidia inzwischen beim Großteil ihrer aktuellen Grafikkarten einsetzen.

Käufer bekommen durch den Wechsel letztendlich mehr Leistung. Gigabyte senkt als Ausgleich zwar die GPU-Taktfrequenzen um jeweils 75 MHz, was sich jedoch kaum bemerkbar machen dürfte. Bastler können den Boost mit Tools wie dem MSI Afterburner leicht wieder erhöhen.

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(mma)