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Spielerisch Programmieren lernen mit Disney-Figuren

Der Ex-CTO von Square Enix verspricht, dass man mit seinem hybriden Online-Offline-Spiel fünfmal schneller zum Erfolg kommt.

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Spielerisch Programmieren lernen mit Disney-Figuren

(Bild: heise online / Nico Jurran)

An sich ist es keine Besonderheit mehr, dass Firmen versuchen, Lerninhalte über spielerische Ansätze schneller und "erträglicher" zu vermitteln. Das japanische Startup Life is Tech Inc. präsentiert auf der diesjährigen CES jedoch ein Konzept, das diese Strategie auf die Spitze treibt.

Angeblich lerne man nach diesem System, das vor sechs Monaten in Japan eingeführt wurde, Programmiersprachen wie JavaScipt und Webseiten-Design mit HTML und CSS gegenüber herkömmlichen Ansätzen fünfmal schneller. Ab Sommer soll es auch in den USA angeboten werden. Weitere Themen sind Processing und Shader.

Im Zentrum steht dabei ein "magisches" (physisches) Buch mit einer in mehreren Kapiteln unterteilten Geschichte rund um offiziell von Disney lizenzierte Figuren – wie Aladdin aus dem gleichnamigen Film. Die Helden gelangen darin immer wieder an Stellen mit Problemen, die mittels Programmierung am Rechner gelöst werden müssen. Hat man dies geschafft, erhält man von Life is Tech auf postalischem Wege eine Postkarte mit einem Motiv zum Spiel.

Für gelöste Programmieraufgaben gibt es Postkarten, die weitere Rätsel enthalten.

(Bild: heise online / Nico Jurran)

Diese Karte enthält ihrerseits auf der Rückseite ein Rätsel, das man wiederum lösen muss, um das nächste Kapitel des Buches freizuschalten. Dort stößt man dann auf das nächste Programmierproblem – und so weiter. Hinter dem Startup und dem Konzept steht Yoshihisa Hashimoto, der vorher beim Spielehersteller Suare Enix arbeitete, wo er unter anderem als Engineering Director des Titels "Final Fantasy XIV" tätig war.

Für das Lernprogramm verlangt Life is Tech in Japan umgerechnet rund 1300 US-Dollar, verspricht dafür aber, die Nutzer mindestens ein halbes Jahr zu fesseln. Realistisch sei sogar ein Jahr und länger. Laut Unternehmen habe man in Japan bereits über 3000 Nutzer gewinnen können. Die Altersspanne der Lernenden reiche von 6 bis 85 Jahren, wobei gut 70 Prozent zwischen 20 und 30 Jahre alt seien – und weiblich. Nach den USA will Life is Tech den europäischen Markt angehen. (nij)