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Spionageverdacht: Huawei-Mitarbeiter in Polen gefeuert

Ein chinesischer Huawei-Vertriebsleiter war in Polen unter Spionageverdacht festgenommen worden – nun hat ihn die Firma entlassen.

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Huawei

(Bild: dpa, Robert Schlesinger)

Der chinesische Netzausrüster und Mobilfunkkonzern Huawei hat seinen am Freitag in Polen unter Spionageverdacht festgenommenen chinesischen Mitarbeiter entlassen. Gleichzeitig war unter demselben Vorwurf auch ein polnischer Security-Experte festgenommen worden. Bei dem Chinesen soll es sich laut polnischen Medienberichten um den Vertriebsleiter der polnischen Huawei-Niederlassung handeln, meldet CNN.

Am Freitag wurden bei der Festnahme der beiden Personen auch deren Privatwohnungen sowie Büros von Huawei in Polen und des polnischen Telekomanbieters Orange Polska durchsucht. Ein Gericht habe zunächst eine Untersuchungshaft von drei Monaten für beide Personen angeordnet. Laut dem CNN-Bericht hat die chinesische Botschaft in Polen den Huawei-Mitarbeiter als Weijing Wang identifiziert.

Huawei teilte mit, man habe mit der sofortigen Entlassung Schaden vom Ruf des Unternehmens abwenden wollen. Das Unternehmen wies darauf hin, dass die dem Mitarbeiter vorgeworfenen Handlungen nicht in Bezug zum Unternehmen stünden. Ein Mitarbeiter der chinesischen Botschaft in Polen sagte laut CNN, man sei wegen des Vorfalls sehr besorgt und habe auch um konsularischen Besuch für den Inhaftierten gebeten.

(tiw)

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