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Spotify: Konkurrenz belebt das Geschäft

Der Musikstreaming-Dienst Spotify ist dem Unternehmen Apple dankbar, dass es einen eigenen Musikstreaming-Dienst gestartet hat. Seitdem ist der Zulauf zu Spotify nämlich spürbar gewachsen. Streaming wird populärer.

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Spotify

(Bild: dpa, Ole Spata/Archiv)

Der Musikstreaming-Dienst Spotify freut sich über die Konkurrenz von Apple Music. Wie Spotifys Vizepräsident Jonathan Forster in einem Interview mit Reuters erklärte, sei es wunderbar, dass Apple "mit im Spiel" sei. Dadurch, dass Apple ebenfalls auf den Musikstreaming-Markt gedrängt sei, habe sich dieser besser entwickelt. Forster unterstrich: "Es ist schwierig eine Industrie ganz alleine aufzubauen."

Dass der Musikstreaming-Markt gewachsen ist, zeigt sich unter anderem auch durch die Quartalszahlen von Warner Music. Für die US-Firma sind die Streaming-Einnahmen zur größten Geldquelle geworden.

Seit Apple im Juni 2015 in den Markt eingestiegen sei, seien die Nutzerzahlen bei Spotify deutlich "schneller gewachsen", so Forster. Er ist sich derweil sicher, dass die Firmen sich nicht gegenseitig Kunden abjagen, sondern sich lediglich das Musikstreaming stärker etabliert. Spotify habe mittlerweile 30 Millionen zahlende Nutzer und kann insgesamt eine Zahl von 100 Millionen Nutzern in 59 Ländern vorweisen. Damit ist das Unternehmen Marktführer. Apple Music soll bisher 13 Millionen zahlende Nutzer in insgesamt mehr als 100 Ländern haben. Als weitere Konkurrenten gelten Google Music, Pandora, SoundCloud oder Tidal.

Zwar sollen die Einnahmen bei Spotify vor allem durch Abonnenten entstehen, der Musikdienst wolle aber auch über Konzerte, Videos und Merchandising verdienen. Forster stellte im Interview mit Reuters allerdings klar, dass das Unternehmen kein Netflix sein wolle. Seit Montag bietet es unter anderem exklusive Videos von Künstlern hinter den Kulissen an.

Das Unternehmen Warner Music erlöst mit Musik aus dem Netz inzwischen mehr als mit Downloads und dem Verkauf von CDs und DVDs. Im vergangenen Quartal sprangen die Streaming-Einnahmen im Jahresvergleich um 72 Millionen US-Dollar hoch, bei den Downloads gab es dagegen einen Rückgang von 17 Millionen Dollar. Insgesamt wuchs das rein digitale Geschäft bei Warner Music damit um ein Fünftel auf 328 Millionen Dollar, wie aus dem am Wochenende veröffentlichten ausführlichen Quartalsbericht hervorgeht.

Mit den physischen Tonträgern wie CDs erlöst der Musikkonzern inzwischen weniger als die Hälfte davon – 151 Millionen Dollar. Dieses Geschäft bleibt aber weitgehend stabil: Ein Grund für den Rückgang von vier Prozent sei der erstarkte Dollar gewesen, hieß es. (mit Material der dpa) / (kbe)