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Spotify aktualisiert AGB und will mehr über seine Nutzer wissen

Spotify wird neugieriger: In den neuen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen erlaubt sich das Unternehmen, mehr Informationen über Nutzer zu sammeln und bei Gratishörern auch an Dritte weiterzugeben.

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Spotify

(Bild: dpa, Ole Spata)

Spotify führt neue Nutzungs- und Datenschutzbedingungen ein. Der Musikstreamingdienst mit rund 75 Millionen Nutzern (davon etwa 20 Millionen zahlende Kunden) räumt sich künftig das Recht ein, auf den Smartphones der Nutzer auf Kontakte, Fotos oder Mediendateien zuzugreifen. Auch Standortdaten und Informationen, ob ein Nutzer geht, joggt oder im Nahverkehr unterwegs ist, will das Unternehmen sammeln.

Solche Daten könnten künftig auch mit Dritten geteilt werden – etwa zu Werbezwecken. Diese Daten sollen anonymisiert weitergeben werden, indem sie zum Beispiel vorher gehasht werden. Wie ein Spotify-Sprecher erklärte, beschränkt sich diese Weitergabe aber auf die Nutzer, die kostenlos dabei sind. Abokunden seien außen vor. "Alle Werbepartner mit denen wir zusammenarbeiten, haben einen Vertrag unterschrieben, der die Nutzung der Spotify-Daten reguliert", betonte der Sprecher.

Nutzer räumen Spotify durch das Akzeptieren der Geschäftsbedingungen außerdem umfangreiche Nutzungsrechte an von ihnen erzeugten Songlisten, Empfehlungen oder sonstigen bereits oder in Zukunft erstellten Inhalten ein.

Die neuen Geschäftsbedingungen sind deutlich länger und detaillierter als zuvor. Nutzer des Dienstes erhalten darüber hinaus einen neuen Vertragspartner: Statt der Spotify GmbH in Berlin ist künftig die Spotify AB in Stockholm der Ansprechpartner. Nutzer haben bis zum 19. September Zeit, den Änderungen zuzustimmen, wenn sie den Dienst weiter nutzen wollen. Zum Vergleich über archive.org: die bisherigen Nutzungsbedingungen und die bisherigen Datenschutzbedingungen. (Mit Material der dpa) / (axk)

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