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Spotify ist an der Börse 26,5 Milliarden Dollar wert

Spotify wird seit Dienstag an der NYSE gehandelt. Zuvor war eine Aktie für maximal 132,50 US-Dollar verkauft worden, doch an der Börse lag der Preis deutlich darüber.

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Spotify ist zwar der klare Marktführer im Musik-Streaming, aber weit entfernt von einem profitablen Geschäftsmodell.

(Bild: dpa, Britta Pedersen)

Seit Dienstag werden Spotify-Aktien an der New York Stock Exchange (NYSE) gehandelt. Der erste Trade ging zu 165,90 US-Dollar über die Bühne, kurz darauf erreichte das Wertpapier sogar 169 Dollar. Dann ließ der Kurs nach und landete zum Handelsschluss bei 149,01 Dollar. Zu diesem Preis wäre Spotify 26,5 Milliarden US-Dollar wert (etwa 21,6 Milliarden Euro). Bei privaten Verkäufen in den ersten beiden Monaten des Jahres waren Spotify-Aktien mit 90 bis 132,50 US-Dollar bewertet worden. Der Börsenkurs liegt also deutlich höher.

Spotifys Börsengang ist ungewöhnlich, da das Unternehmen auf ein klassisches IPO (Initial Public Offering) mit Ausgabe neuer Aktien verzichtet hat. Es werden daher nur Anteile bestehender Aktionäre gehandelt. Dazu gehören auch Kreditgeber, da ihre Forderungen in Spotify-Aktien umgetauscht worden sind. Am ersten Handelstag wurden insgesamt 30,5 Millionen Spotify-Aktien gehandelt. Umgerechnet in Dollar war das Wertpapier damit das zweitmeistgehandelte an der NYSE.

Spotify wurde 2006 gegründet und hat 2008 den Betrieb aufgenommen. Bis Ende 2017 sind 2,43 Milliarden Euro Betriebsverluste aufgelaufen. Die Firmengründer Daniel Ek und Martin Lorentzon besitzen nur noch etwa 19 Prozent des Unternehmens. Sie haben sich aber spezielle Stimmrechtszertifikate gesichert, womit sie bei Aktionärsversammlungen etwa 83 Prozent der Stimmrechte halten. Sollten die beiden Männer Aktien veräußern, schrumpfen ihre zusätzlichen Stimmrechte parallel.

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