Sprachassistentin: Microsofts Cortana wird produktiv

Microsoft baut seine Sprachassistentin Cortana um und streicht Funktionen. Der Fokus für die Zukunft liegt auf Produktivität, Sicherheit und Datenschutz.

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(Bild: Microsoft )

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Mit der kommenden Version von Windows 10 will Microsoft umfangreiche Änderungen an der Sprachassistentin Cortana vornehmen. Der Fokus soll in Zukunft auf Produktivität, Datenschutz und Sicherheit liegen, Funktionen für Privatanwender fallen weg. Geplant ist die Auslieferung des neuen digitalen Assistenten im Frühling zunächst ausschließlich für die USA; andere Länder sollen folgen, jedoch ohne konkrete Zeitangaben.

Über eine chat-basierte Oberfläche sollen neben Sprachsteuerung auch Texteingaben die Interaktion mit Cortana ermöglichen und die Suche nach Personen und Dateien, das Verfassen oder Abrufen von E-Mails, Kalendereinträge, Terminabfragen und die Bearbeitung von To-Do-Listen unterstützen. Im Gegenzug entfernt Microsoft die Smarthome- und Musiksteuerung und die Unterstützung von Apps von Drittanbietern in der kommenden Version.

Cortana soll zu einer persönlichen Produktivitätsassistentin in Microsoft 365 werden. Um Zugriff auf die neue Version von Cortana zu erhalten, müssen Nutzer laut Microsoft mit einem sicheren Konto angemeldet sein. Dazu zählen die Anmeldung mit einem Arbeits-, Schul- oder Microsoftkonto. Zuletzt hat Microsoft bei der Installation von Windows 10 auch in Deutschland den Zwang eines Microsoft-Kontos eingeführt.

Außerhalb der USA wird die erste Version von Cortana in Windows 10 zunächst nur Antworten der Microsoft-Suchmaschine Bing liefern. Diese können ebenfalls per Sprachsteuerung oder über Texteingabe in der Cortana-App abgerufen werden, erklärt Microsoft in einem Blog-Beitrag.

Die neue Cortana wird in den älteren Windows 10-Versionen, die das End-of-Service erreicht haben, nicht mehr unterstützt. Nutzer müssen auf entsprechend neuere Versionen des Microsoft-Betriebssystems aktualisieren. In der Microsoft Launcher-App für Android wird Cortana ebenfalls deaktiviert, als Termin nennt Microsoft Ende April.

(bme)