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Technology Review

Sprachkurs per Crowdsourcing

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Das E-Learning Start-up Duolingo hat damit begonnen, neue Sprachkurse auf seiner Plattform per Crowdsourcing zu entwickeln, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Über einen sogenannten Language Incubator können Freiwillige jede beliebige Sprachfamilien ergänzen – von verbreiteten wie Arabisch oder Chinesisch bis hin zu weniger bekannten wie Kichwa oder fiktionalen wie Elbisch oder Dothraki. Andere Nutzer können die fertigen Kurse dann belegen.

Duolingo-Mitbegründer und Chef Luis von Ahn sagt, dass der Sprachinkubator genauen Regeln folgt. Zunächst werden Moderatoren gesucht und ausgewählt, die dann wiederum andere Freiwillige anwerben und die Gruppe selbstständig managen. Basierend auf der aktuellen Nutzerbasis der Firma – sie liegt bei 10 Millionen Menschen, von denen 26 Prozent in den USA leben – könnte das ein großer Pool werden.

Die Firma hofft, dass so Sprachen viel schneller ergänzt werden können. Von Ahn meint, dass es aktuell einen Profi rund vier Monate kostet, bis ein Duolingo-Kurs mit mittlerem bis hohem Niveau fertiggestellt ist. Ein bis zwei Moderatoren könnten zusammen mit fünf bis sechs Freiwilligen den Job vielleicht in einem Monat erledigen, glaubt von Ahn. Er erwartet, dass rund zehn Sprachen, darunter Chinesisch und Russisch, innerhalb der ersten vier bis fünf Monate des Experiments hinzukommen. Die Moderatoren nutzen die Vorlagen, die Duolingo auch bei von Profis erstellten Kursen verwendet.

Duolingo bietet seine Sprachkurse kostenlos an, verdient sein Geld allerdings damit, dass Lernende im Rahmen des Kurses später Übersetzungen vornehmen müssen, die Duolingo dann wiederum an seine Firmenkunden weiterreicht. Ob die Sprachen aus dem Language Incubator später auch den Übersetzungsdienst einbinden werden, ist bislang noch unklar.

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