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Springer fährt Rekordgewinne ein

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Die Berliner Axel Springer AG hat eigenen Angaben zufolge im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005 "das beste Konzernergebnis aller Zeiten erreicht". Nach vorläufigen Berechnungen stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) auf rund 338 Millionen Euro. Mit 231 Millionen Euro übertraf der Jahresüberschuss den Vorjahreswert von 148 Millionen Euro um rund 56 Prozent. Der Konzernumsatz sank gegenüber dem Vorjahr allerdings leicht von 2,402 auf 2,392 Milliarden Euro.

Zur positiven Geschäftsentwicklung habe unter anderem die erfreuliche Entwicklung des deutschen Werbemarktes im zweiten Halbjahr 2005 beigetragen, teilte das "Bild"-Haus am heutigen Donnerstag mit. Die Anzeigen- und Vertriebserlöse stiegen um 2,4 Prozent von 2,115 auf 2,165 Milliarden Euro. Den vollständigen Jahresabschluß wird Springer auf der Bilanzpressekonferenz am 8. März 2006 in Berlin vorstellen.

Das Bundeskartellamt hatte Springer zuletzt die Übernahme der Fernsehsenderfamilie ProSiebenSat.1 untersagt. Als Begründung gaben die Kartellwächter an, ein Zusammenschluss beider Konzerne würde nicht nur auf dem Fernsehwerbemarkt, sondern auch auf dem Lesermarkt für Straßenverkaufszeitungen und auf dem bundesweiten Anzeigenmarkt für Zeitungen zu einer nach dem Kartellrecht nicht genehmigungsfähigen Marktmacht führen.

Zuvor hatte auch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) die geplante Übernahme abgelehnt: Die starke Position der ProSiebenSat.1-Gruppe im bundesweiten privaten Fernsehen führe vor allem in Kombination mit der überragenden Stellung der Axel Springer AG im Bereich der Tagespresse zu einer vorherrschenden Meinungsmacht. Springer wollte für 2,5 Milliarden Euro die ProSiebenSat.1-Anteile einer Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban kaufen. (pmz)