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Spyware aufspüren und eliminieren

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Spionageprogramme, die man sich vielleicht unbewusst zusammen mit einem Software-Download ins Haus geholt hat, nisten sich in Windows ein, bombardieren Anwender mit personalisierter Bannerwerbung und stehlen im schlimmsten Fall Daten. Ohne spezielle Hilfsprogramme haben selbst Betriebssystemkenner kaum Chancen, dieser raffiniert getarnten Spyware auf die Schliche zu kommen, berichtet c't in der aktuellen Ausgabe 16/04.

Als raubte der Kampf gegen Viren, Trojaner und Spam den Anwendern nicht schon genug Zeit an ihren PCs -- auch die Abwehr von Spyware wird immer dringlicher. Auf jedem dritten Rechner soll sich inzwischen Software verstecken, mit deren Hilfe Anwender manipuliert, ausspioniert oder bestohlen werden können. Die Palette der Spionageprogramme ist vielfältig: Werberoboter bringen regelmäßig neue Reklame auf den Bildschirm -- häufig mit dem Versuch, vermutete Vorlieben des Nutzers zu bedienen, die vorher mit einer versteckten Software ausspioniert wurden. Personenbezogene Tracking-Cookies, die auf der Festplatte abgelegt werden, machen den PC-Nutzer beim Besuch auf zahlreichen Websites identifizierbar. Spezielle Browser Helper Objects verbiegen Links auf andere Adressen oder spielen ihren Opfern gleich komplett gefälschte Seiten von einer anderen Webadresse ein. Keylogger spionieren derweil die Tastatureingaben etwa von Passwörtern aus. "Solche Software ruiniert nicht nur die Privatsphäre ihrer Opfer", schreibt c't zur Bedeutung der Spyware. "Sie kann auch noch handfesteren Schaden verursachen, indem sie ihre Opfer in Misskredit bringt und deren Rechner für weitere Angriffe öffnet."

Spezialisierte Programme helfen, Spyware zu erkennen und zu entfernen. Zwar entdeckte kein Schutzprogramm im c't-Test alle Bedrohungen -- getestet wurden a[super2[/super]], Ad-aware, AntiSpyware, AntiSpion, Bazooka Spyware Scanner, PestPatrol, Spy Sweeper, Spybot S&D und XoftSpy. Die besseren Kandidaten haben aber zumindest die weit verbreiteten Schädlinge eliminiert. Wie beim Virenschutz gilt auch hier, dass die Software regelmäßig auf den aktuellen Stand gebracht werden muss. Außerdem empfiehlt die Redaktion grundsätzlich, vor Software-Downloads eine Web-Suchmaschine mit dem Programmnamen und dem Wort "Spyware" als Suchbegriffen zu befragen.

Einen ausführlichen Test von Spyware-Killern bringt die aktuelle Ausgabe von c't (ab Montag, den 26. Juli, im Handel): (jk)

  • Spionageabwehr, Neun Tools zum Aufspüren und Eliminieren von Spyware, c't 16/2004, S. 143
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