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Staatsanwalt fordert acht Jahre Haft für Online-Betrug

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Im Prozess gegen eine Bande von Internet-Betrügern vor dem Landgericht Augsburg hat der Staatsanwalt acht Jahre Haft für den 23-Jährigen Hauptangeklagten gefordert. Auf seine Ideen seien die Betrugsfälle mit einem Schaden von mehr als einer Million Euro letztlich zurückzuführen, sagte der Staatsanwalt am Dienstag in seinem Schlussplädoyer. "Die Tat ist in hohem Maße professionell und von hoher krimineller Energie geprägt."

Vor gut zwei Monaten begann in Augsburg der Prozess gegen die vier Angeklagten. Sie sollen zu Betrugszwecken rund 190 Online-Shops eingerichtet haben. Über Jahre soll die Bande gegen Vorkasse Waren wie Notebooks, Haushaltsgeräte, Werkzeug oder sogar Goldbarren im Wert von mehr als 1,1 Millionen Euro verkauft haben – ohne die Artikel jemals zu liefern. Es geht um rund 2050 Fälle.

Die Betrüger sollen auch Bankkunden ihre Kontodaten samt Pin entlockt haben. In 117 Fällen sollen dabei insgesamt mehr als 200.000 Euro abgebucht worden sein. Die Anklage lautet unter anderem auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug, Datenfälschung und Ausspähung von Daten.

Im Mai 2011 hatte es eine bundesweite Razzia gegeben, nachdem Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft der Bande anderthalb Jahre lang auf den Fersen gewesen waren. Drei Mitglieder der sogenannten Fakeshop-Bande wurden bereits zu bis zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen den 23-Jährigen aus Essen sollte noch am Dienstag verkündet werden. (jk)