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Staatsanwaltschaft Görlitz will gegen Warez-Downloader ermitteln

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Die Staatsanwaltschaft Görtlitz hat Details zu dem Schlag gegen eine große Warez-Download-Site am Mittwoch vor einer Woche bekanntgegeben. Demnach habe das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen bereits seit August 2004 gegen die Betreiber der Site bockwurst.dl.am ermittelt.

Die Beschuldigten stehen in dem Verdacht, "mit dem Betrieb der Website seit längerem urheberrechtlich geschützte Anwendungsprogramme und E-Books illegal zum kostenlosen Download angeboten zu haben. Zuletzt seien auf den Internetseiten von bockwurst mehr als 300 Programme zum direkten Download angeboten worden. "Tatsächlich haben täglich mehrere tausend User davon Gebrauch gemacht", erklärte die Staatsanwaltschaft.

Nach umfangreichen Vorermittlungen seien am 26. Januar 2005 bundesweit 19 Durchsuchungsbeschlüsse vollzogen worden. Von den Durchsuchungsmaßnahmen seien die Wohnungen von Beschuldigten und Geschäftsräume beteiligter Provider und Werbepartner betroffen gewesen. Das LKA habe "Computertechnik, elektronische Datenträger, Kontounterlagen sowie andere Schriftstücke beschlagnahmt".

Der 18-jährige Hauptadministrator und Gründer der Website, ein Abiturient aus Mecklenburg-Vorpommern, habe mit dem Betrieb der Seiten bisher über 20.000 Euro Gewinn erwirtschaftet. Der für die Urheberrechteinhaber entstandene Schaden übersteige diesen Betrag allerdings um ein Vielfaches.

Wie schon im Fall FTPWelt.com kündigte die Staatsanwaltschaft auch bei bockwurst an, die Nutzer der Warez-Site ermitteln zu wollen: "Sie haben sich durch die ausgeführten Downloads wegen der Herstellung von Raubkopien strafbar gemacht. Die Auswertung der sichergestellten Daten wird daher auch ergeben, welche weitere Zahl von Strafverfahren auf die Ermittlungsbehörden zukommt." (hob)

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