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Stadt Barcelona setzt auf Open Source und Linux

Wo München aufgibt, fängt die Arbeit in Barcelona erst an: Die Stadtverwaltung plant in den nächsten Jahren einen massiven Umstieg auf Open-Source-Software. Außerdem wird dort bereits Ubuntu auf tausend Verwaltungsrechnern getestet.

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Stadt Barcelona setzt auf Open Source und Linux

(Bild: Fabian A. Scherschel / Wikimedia Commons / Oliver Bonjoch )

Barcelona will seine Stadtverwaltung auf Open-Source-Software umstellen. Das geht aus einem Bericht der spanischen Zeitung El País hervor. Zuerst soll die Stadtverwaltung auf Firefox und Open Office umsteigen, für die E-Mail-Infrastruktur ist die Nutzung von Open-Xchange geplant, um die bestehenden Exchange Server von Microsoft abzulösen. Fürs Erste soll weiter Windows als Betriebssystem genutzt werden, ein Umstieg auf Linux wird erwogen. Testweise laufen bereits knapp eintausend Systeme der Stadtverwaltung mit der Distribution Ubuntu.

Die Stadt hat sich als erste europäische Kommune der Iniative Public Money, Public Code angeschlossen, mit der die Free Software Foundation Europe (FSFE) dafür kämpft, dass öffentlich bezahlte Software als Freie Software der Allgemeinheit zur Verfügung steht. Im Rahmen dieser Initiative will Barcelona den von lokalen Steuergeldern bezahlten Code unter entsprechenden Lizenzen freigeben. Der Stadtrat will bis Anfang 2019 bis zu 70 Prozent des IT-Etats für Software unter freien Lizenzen ausgeben. Außerdem will er 65 neue Mitarbeiter einstellen, die sich um die Umstellung kümmern.

Die Katalanen sind dabei nicht einmal die Vorreiter für Open-Source-Software in Spanien. Die Regierungsbezirke Andalusien und Extremadura haben bereits seit über zehn Jahren eigene Linux-Distributionen und investieren in Linux und Open-Source-Desktop-Software. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Stärkung lokaler Unternehmen und die Unabhängigkeit von großen Firmen wie Microsoft. In Deutschland sieht das Thema Linux in der Stadtverwaltung mit dem Aus des LiMux-Projektes in München dagegen finsterer aus.

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(fab)

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