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Standard für Embedded Linux veröffentlicht

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Das Embedded Linux Consortium (ELC), dem Firmen wie Red Hat, MonaVista, IBM und zahlreiche asiatische Elektronikunternehmen angehören, hat zweieinhalb Jahre nach Gründung die erste Embedded-Linux-Spezifikation freigegeben. Der Industriestandard ELCPS 1.0 (Embedded Linux Consortium Platform Specification) soll Hersteller von Elektronikgeräten dazu bewegen, künftig verstärkt das freie Betriebssystem Linux einzusetzen.

Auf Geräten wie Handys, Routern, Glücksspielautomaten oder Musikboxen, die den Richtlinien der ELCPS entsprechen, könnte dann jede Linux-Embedded-Distribution laufen. Die verabschiedete Plattform enthält dazu die Definition einer einheitlichen Programmierschnittstelle (API), die für den gesamten Linux-Embedded-Markt vom Microcontroller bis zum PDA gelten soll. Langfristig will ELC für Embedded Linux einen Vereinheitlichungsgrad erreichen, wie dies beispielsweise bei den Embedded-Betriebssystemen von Microsoft oder Wind River Systems der Fall ist.

Unterdessen bieten japanische Elektronik-Multis wie NEC und Sony schon jetzt Linux-betriebene Haushaltselektronik (Video-Recorder, DVD-Player) an. Motorola, das über die Tochter Metrowerks seit gewisser Zeit im Linux-Embedded-Markt tätig ist, hat angekündigt, noch in diesem Jahr mit dem A760 sein erstes Smartphone herauszubringen, das mit Linux als Betriebssystem und Java arbeitet. IBM hat mit der Embedded Linux Reference Platform schon einen eigenen Referenz-Standard definiert und arbeitet derweil an einem Handheld, der unter Linux laufen soll. (pmz)