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Standardisierte mobile Dienste

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Beim Wechsel des Mobilfunkanbieters oder Überschreiten von Landesgrenzen funktioniert nichts mehr im Handy wie gewohnt. Mobile Dienste gestalten die Anbieter bisher nach firmeneigenen Standards, um sich möglichst von der Konkurrenz abzugrenzen. Diesem Wirrwarr etwas entgegenzustellen, ist das Ziel des Entwicklungsvorhabens LOMS; die Abkürzung steht für Local Mobile Services.

"Im Rahmen des Forschungsprojektes LOMS wollen wir eine schnelle Entwicklung von Diensten ermöglichen, die über die verschiedensten Anbieter zugänglich sind", sagt Sahin Albayrak, Informatikprofessor und Experte für mobile Kommunikation an der TU Berlin. "Damit kann man die gleichen Dienste beispielsweise von der Deutschen Telekom und von France Telecom aus nutzen." Gemeint sind dabei ortsabhängige Dienste wie Touristikinformationen, ortsgebundene News-Dienste, Wetterberichte oder Informationen zur Verkehrslage.

Sahin Albayrak leitet das Labor für Verteilte Künstliche Intelligenz (DAI) der TU Berlin, an dem nun einfache Methoden und Werkzeuge für diese Aufgaben entwickelt werden. Dazu müssen eine neue Service Architektur und ein Prototyp entwickelt werden. Aber auch die Definition der notwendigen Methodik ist Bestandteil des Projektes LOMS.

Die Forscher am DAI-Labor wollen dabei Ansätze aus der agentenorientierten Programmierung verfolgen. Agenten sind autonom agierende Softwaremodule, die in den Handynetzen oder im Internet selbstständig unterwegs sind und verschiedene Aufgaben erledigen, auch wenn der Nutzer des Computers oder des Handys gerade nicht angemeldet ist.

Das LOMS-Konsortium besteht aus Partnern in Spanien, Belgien und Deutschland. Deutschland stellt mit Siemens Business Services, dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Orga Systems, Communology, Infoman AG, Yellowmap, der Universität Paderborn, dem DAI-Labor der TU Berlin und der Universität Rostock die meisten Partner. (bb)