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Star-Citizen-Solokampagne Squadron 42 kommt wohl nicht mehr dieses Jahr

Eigentlich wollten Chris Roberts & Co. die Einzelspielerkampagne aus Star Citizen herauslösen, um sie eher veröffentlichen zu können. Jetzt sieht sieht es aber trotzdem so aus, als ob aus dem Veröffentlichungsdatum in diesem Jahr nichts wird.

Star-Citizen-Solokampagne Squadron 42 kommt wohl nicht mehr dieses Jahr

Squadron-42-Trailer mit Veröffentlichungsdatum von der CitizenCon 2015

(Bild: Cloud Imperium Games )

Bei der für dieses Jahr angekündigten Solo-Kampagne Squadon 42 des Weltraum-Epos Star Citizen deutet sich eine Verschiebung an. Das berichtet das Spielemagazins Gamestar unter Berufung auf ein Interview mit Star-Citizen-Chefentwickler Chris Roberts bei der diesjährigen Gamescom, in dem dieser die Vor- und Nachteile einer späteren Veröffentlichung abwägt. Die Star-Citizen-Entwickler hatten im Oktober angekündigt die Solo-Kampagne aus der als MMO-Spiel angelegten Weltraumsimulation herauszulösen, um es früher an die erwartungsvollen Fans ausliefern zu können.

Auf der Webseite der Entwickler ist nach wie vor von 2016 als Veröffentlichungsdatum die Rede. Auch sagte Roberts gegenüber der Gamestar der Squadron-42-Teil des Spiels werde definitiv noch 2016 fertig, man überlege allerdings, die Veröffentlichung zu verschieben, um Bugs auszumerzen und das Spiel weiter zu polieren. Im Gegensatz zur offenen Multiplayer-Welt von Star Citizen, handelt es sich bei Squadron 42 um ein klassisches Single-Player-Erlebnis im Stil der Wing-Commander-Serie, mit der Chris Roberts bekannt wurde. Gary Oldman, Mark Hamill, Gillian Anderson und andere Hollywood-Größen leihen CGI-Charakteren darin per Motion-Capturing ihre Gesichter und Stimmen.

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Star Citizen und auch das zu einem großen Teil in einem Studio in Frankfurt entwickelte Squadron 42 sind unter Spielern durchaus umstrittene Projekte. Nach einer Kickstarter-Kampagne, die im November 2012 erfolgreich abgeschlossen wurde, sammelten die Entwickler um Roberts auf ihrer Webseite weiter Geld für das Spiel – mit bis heute knapp 123 Millionen US-Dollar ist es das erfolgreichste Crowdfunding-Projekt aller Zeiten. Eigentlich sollte das fertige Spiel im November 2014 erscheinen, aber mit mehr und mehr Einnahmen stiegen auch die Ambitionen der Entwickler.

Der eigentliche MMO-Teil des Spiels befindet sich momentan in Version 2.5.0, die als Alpha klassifiziert ist. Technisch gesehen ist diese Entwicklungsversion in der Tat sehr beeindruckend, vor allem was die Detailtreue der Raumschiffe und die Grafikqualität angeht. Allerdings haben die Entwickler mittlerweile seit Jahren mit Problemen des Netzwerk-Codes des Spiels zu kämpfen. Auch die eigentlichen Weltraumkämpfe weisen momentan noch viele, zum Teil schwerwiegende Bugs auf. Außerdem stellt die hohe Grafikqualität horrende Anforderungen an die Hardware der Spieler. Bei Tests von heise online war die aktuelle Star-Citizen-Version auf einem System mit einer Nvidia GTX 980, einer Quadcore-CPU und 16 GB RAM oft unspielbar – selbst in niedrigsten Detailstufen.

Was sich von diesen Eindrücken auf Squadron 42 übertragen lässt, kann man im Moment nicht sagen. Zwar soll dieser Teil des Spiels erhebliche Gemeinsamkeiten mit dem beständigen Multiplayer-Universum von Star Citizen aufweisen, eine spielbare Demo-Version gibt es allerdings nicht. Im Gamestar-Interview sagt Roberts, er glaube, die Fangemeinde würde eine Verzögerung beim Release von Squadron 42 wohlwollender aufnehmen als ein Spiel mit Bugs. Die Entwickler von Naughty Dog hätten Uncharted schließlich auch verschoben, um es besser zu machen. Allerdings gingen bei Uncharted 4 vom ersten Trailer bis zum Release trotzdem weniger als drei Jahre ins Land. (fab)

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