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StarOffice 6.0 nicht mehr gratis

Mit der voraussichtlich im Mai erscheinenden Version 6.0 ändert der Hard- und Software-Hersteller Sun die Produktpolitik seines Office-Pakets StarOffice, das seit der Übernahme der Hamburger Star Division kostenlos verteilt wurde. In Zukunft will man für die Nutzung der Windows- und Linux-Versionen Lizenzgebühren berechnen; nur die Variante fürs eigene Betriebssystem Solaris soll weiterhin gratis bleiben.

Hintergrund der Entscheidung sei der Wunsch vieler Kunden, professionelle Unterstützung in ihrem Software-Lizenzmanagement zu erhalten, so Sun. Dies umfasse beispielsweise die Auslieferung im Paket mit CD-ROMs und Handbuch, entsprechende Vereinbarungen für die Zahl der genutzten Lizenzen sowie kontinuierliche Software-Pflege und Updates durch Sun. Unternehmenskunden versorgt die Firma dann mit einer Enterprise Edition zu "kostendeckenden Lizenzpreisen", über die sich Sun derzeit allerdings noch ausschweigt.

Marketing-Direktor Martin Häring erklärt: "Sun unterstreicht mit dieser Entscheidung die strategische Bedeutung von StarOffice für das Unternehmen. Mit der Erhebung von Lizenzgebühren garantieren wir die langfristige Weiterentwicklung und den Support für dieses Produkt und reagieren gleichzeitig auf die Haltung vieler Kunden, die prinzipiell den Einsatz von kostenloser Software für unternehmenskritische Anwendungen ablehnen."

Privatanwender können StarOffice 6.0 im Buch- und Softwarefachhandel "zu einem günstigen Preis" erwerben. Darüber hinaus steht eine Variante namens OpenOffice (Community Edition) zur Verfügung, die über OpenOffice.org kostenlos erhältlich sein wird. Sie ist in weiten Teilen mit StarOffice 6.0 identisch, von Drittherstellern lizenzierte Module wie Rechtschreibprüfung und Datenbank fehlen allerdings. Die aktuelle Version 5.2 kann man derzeit noch von Suns Website herunterladen. (db)

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