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Starkes Quartalsergebnis: eBay zahlt erstmals Dividende

Das Weihnachtsquartal beschert eBay einen Gewinn von 763 Millionen US-Dollar. Die Anleger erhalten eine Dividende.

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Ein Online-Pionier wird 20

(Bild: dpa, John G. Mabanglo)

Der Online-Marktplatz eBay hat im vierten Quartal einen Gewinn von 763 Millionen US-Dollar erwirtschaftet und damit die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft bei Umsatz und Gewinn übertroffen. Wie das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte, stieg der Umsatz im Vorjahresvergleich um 6,3 Prozent auf 2,88 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 2,52 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte eBay noch durch Steuernachforderungen einen Verlust von 2,6 Milliarden US-Dollar eingefahren.

Aufgrund der guten Kennzahlen des starken Weihnachtsquartals schüttet eBay deshalb erstmals eine Quartalsdividende in Höhe von 14 US-Cent pro Aktie aus. Die Anleger guttierten das positive Ergebnis: Die Aktie legte nachbörslich um etwa vier Prozent zu und lag bei um die 30 US-Dollar.

Nach Angaben von eBay wuchs die Anzahl der aktiven Käufer im vierten Quartal um 4 Prozent auf 179 Millionen an. Durch Werbemaßnahmen konnten darüber hinaus mehr Verkaufseinträge generiert werden. Hier gab es einen Zuwachsplus von 150 Prozent. Rund 600.000 aktive Verkäufer hätten etwa 200 Millionen Einträge erzeugt. Zudem verwies das Unternehmen auf die Einführung neuer oder erweiterter Programme, die den Verkauf und Kauf verbessert haben sollen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2018 ergibt sich ein Umsatz von 10,48 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von rund 2,53 Milliarden US-Dollar, teilte eBay mit.

Die Aussichten für das kommende Geschäftsjahr fallen bei eBay vorsichtig optimistisch aus: Für das erste Quartal 2019 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 2,55 und 2,6 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr legt eBay ein Umsatzwachstum zwischen einem bis drei Prozent zugrunde. Der Umsatz würde demnach etwa 10,7 bis 10,9 Milliarden Euro in 2019 betragen.

Trotz der recht guten Entwicklung der Kennzahlen von eBay in 2018 zeigten sich nicht alle Aktionäre zufrieden. In der letzten Woche hatte der Investor Paul Singer, der mit seinem Hedgefonds Elliott vier Prozent der eBay-Aktien hält, einen Umbau des Unternehmens gefordert. Wie das Handelsblatt berichtet, rät Singer, dass eBay sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und das Beteiligungsportfolio überdenken solle. Den Kleinanzeigen-Bereich "Marketplace" müsse das Unternehmen neu beleben, da es schlecht verwaltet sei. Außerdem forderte Singer, mehr Kapital an die Aktionäre auszuschütten und das Aktienrückkaufprogramm zu verstärken und in 2019 Aktien im Wert von fünf Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Nach Ansicht von Singer würde sich der Wert eines Anteilsscheins dann auf 55 bis 63 US-Dollar nahezu verdoppeln. (olb)

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