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Start des iTunes Music Store in Europa verzögert sich

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Zähe Verhandlungen und der Wunsch, in möglichst vielen europäischen Staaten mit dem gleichen Preisgefüge an den Start zu gehen, verzögern den iTunes-Start in Europa. In einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel begründete Apples Deutschland-Chef Frank Steinhoff dies damit, dass sich die Verhandlungen mit den nationalen Verwertungsgesellschaften als schwieriger erwiesen als Apple dies erwartet habe. Ein weiterer Bremsklotz auf dem Weg zum Europa-Start des derzeit mit Abstand erfolgreichsten Musikportals ist Apples Wunsch, bis zu zehn Länder auf dasselbe Preisniveau festzulegen, was Branchenkenner für ein nahezu aussichtsloses Unterfangen halten.

Selbst wenn es Apple gelänge, die wichtigsten europäischen Verwertungsgesellschaften unter einen Hut zu bekommen, bleibt die Frage nach dem Preis pro Track vorerst offen. Steinhoff wünscht sich wie in den USA einen Preis von 99 Cent pro Song, räumt gegenüber dem Tagesspiegel jedoch bereits ein, dass der Preis auch höher ausfallen könnte. In den USA kassieren die Plattenlabel schätzungsweise etwa zwei Drittel des Verkaufspreises jedes über iTunes verkauften Songs; erst kürzlich wurden Gerüchte laut, nachdem Apple auch in den USA die Preise erhöhen müsse, was die Cupertinos jedoch dementierten. (vza)