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Start-up und Forscher realisieren dezentrale Datenquelle für Blockchain-Verträge

Smart Contracts ermöglichen automatische Zahlungen unter bestimmten Bedingungen. Dabei entsteht das „Orakel“-Problem – für das es jetzt eine neue Lösung gibt.

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Start-up und Forscher realisieren dezentrale Datenquelle für Blockchain-Verträge

(Bild: "Lousy At Keyboards" / Alan Levine / cc-by-2.0)

Eine Kooperation zwischen dem Start-up Chainlink und der Initiative for Cryptocurrencies and Contracts soll erstmals ein zuverlässiges System für die Lösung des „Orakel“-Problems für intelligente Verträge in der Blockchain realisieren. Mit solchen Smart Contracts lässt sich automatisch ein nicht zu stoppender Transfer von Krypto-Token zwischen Nutzern nach vorher vereinbarten Bedingungen einleiten. Das Problem dabei ist, auf sichere Weise Daten aus der realen Welt in die Verträge einfließen zu lassen. Software von Chainlink und vertrauenswürdige Hardware der Forschungsgruppe soll dies jetzt ermöglichen, berichtet Technology Review online in „Das sichere Orakel“.

Ari Juels und seine Kollegen in der Initiative for Cryptocurrencies and Contracts beschreiben Town Crier als „hochgradig vertrauenswürdige Brücke“ zwischen der Ethereum-Blockchain und Online-Datenquellen. Die Kernkomponente ist ein Programm, das in einem isolierten Stück Hardware mit der Bezeichnung „secure enclave“ läuft. Die Funktion der Enklave besteht darin, das Programm vor bösartigen Angriffen zu schützen. Zum Beispiel könnte ein Flugversicherungskontrakt fragen, ob ein Flug gestrichen wurde, und dann Antworten von Websites abrufen und in die Blockchain weitermelden. Mittels Kryptografie und unter der Annahme, dass die Hardware vertrauenswürdig ist, kann die Enklave der Flugversicherung beweisen, dass die Daten wirklich von Town Crier kamen und nicht manipuliert wurden.

Allerdings bietet Town Crier damit noch nicht die Zuverlässigkeit von dezentralen Systemen. An diesem Punkt kommt Chainlink ins Spiel. Die Software des Unternehmens orchestriert dezentrale Netzwerke aus Orakeln so, dass sie für auf Smart Contracts basierende Dienste unterschiedliche Datenquellen nutzen und somit nicht auf eine einzelne angewiesen sind. Mittels Kryptografie belegt der Chainlink-Dienst in der Blockchain, dass es sich bei den Daten tatsächlich um die Informationen handelt, die er liefern soll. Laut Chainlink ist die Kombination seiner Software mit dem Hardware-System Town Crier das erste „beweisbar sichere, dezentralisierte Orakel-Netzwerk“.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)

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