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Start-up vereint reale Umgebung und virtuelle Realität

Eine echte Tür öffnen und dadurch in einen anderen virtuellen Raum kommen? Derartige faszinierende Erfahrungen zwischen realen und digitalen Welten möchte das junge US-Unternehmen Wild ermöglichen.

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Start-up vereint reale Umgebung und virtuelle Realität

Das Start-Up Wild aus den USA vereint virtuelle Realität mit echten Objekten. Das zusammengesetzte Foto zeigt den Blick durch ein Headset von Gear VR und auf die reale Welt.

Wem die rasche Entwicklung bei anderen Technologien für virtuelle Realität noch nicht ausreicht, dem wird vielleicht der Prototyp des Start-ups Wild aus den USA gefallen: Ein mit vielen Sensoren ausgestatteter realer Raum erfasst Bewegungen und Aktionen des Nutzers, während der sich durch ein über ein VR-Headset eingespieltes virtuelles Umfeld bewegt. Auf diese Weise ist es zum Beispiel möglich, mit einem realen Lichtschalter einen virtuellen Sturm vor dem Fenster losbrechen zu lassen oder eine gleichzeitig reale und virtuelle Tür zu öffnen und einen anderen Raum zu betreten. Das berichtet Technology Review online in „Wenn virtuelle Welt und Realität aufeinandertreffen“.

„Uns gefällt die Idee, physische Orte mit virtueller Realität zu verbinden, weil der Nutzer dadurch stärker in der Erfahrung verankert ist, als wenn er nur durch eine virtuelle Welt fliegt“, erklärt Gabe Paez, der Gründer von Wild. Nach einer 10-minütigen Vorführung Ende August berichtet die Reporterin von Technology Review von einer „surrealen“ Erfahrung. Die an verschiedenen Stellen der virtuellen Umgebung integrierten Elemente aus der realen Welt hätten dafür gesorgt, dass sich die digitale Umgebung überraschend authentisch und interaktiv anfühlt.

Realisiert wird das System über eine Reihe von Sensoren, die erfassen, wo sich der Nutzer befindet und was er tut. Zur Positionsbestimmung dienen mehrere Kinect-Sensoren, und auch an den realen Objekten befinden sich Sensoren, die zum Beispiel erkennen, wenn ein Türknauf gedreht wird. Für Mark Bolas, Associate Professor und Leiter des Institute for Creative Technologies an der University of California, haben solche Überschneidungen zwischen virtueller und realer Welt einen „Erdungseffekt“: „Jedes Mal, wenn so etwas passiert, lässt man die reale Welt ein Stückchen weiter hinter sich“, sagt er.

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(sma)