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Start-ups weniger zuversichtlich für 2018 – Fachkräftemangel belastet

Fachkräfte fehlen, Kreditgeber zaudern und bei der Suche nach IT-Spezialisten können Start-ups nur schwer mit Konkurrenten Schritt halten.

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Fachkräftemangel, schwieriges Werben um Geld, weniger Zuversicht für den Umsatz: Start-ups in Deutschland blicken skeptischer auf das laufende Jahr. Die mühsame Suche nach qualifizierten Mitarbeitern bremst auch Expansionspläne, wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC unter 1000 Managern von Wachstumsfirmen zeigt. Demnach rechnen zwar zwei Drittel für 2018 mit mehr Umsatz und erwarten im Schnitt ein Plus von 8 Prozent. Im Vorjahr hatten aber 70 Prozent positive Umsatzerwartungen, und der erhoffte Zuwachs lag mit 12 Prozent weit höher.

Zudem tut sich fast jede zweite Wachstumsfirma schwer, Kreditgeber von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Meist sind das Banken. Während in den USA Investoren viel Geld in Start-ups stecken, ist dies hierzulande wenig verbreitet. "Die Nutzung von Wagniskapital, sowohl von Unternehmen als auch von Finanzinvestoren, liegt mit 14 Prozent auf einem niedrigen Niveau", sagte PwC-Experte Ashkan Kalantary.

Mit großem Abstand nutzen Gründer daher eigene Ersparnisse oder Hilfe aus der Familie. Dazu kommen öffentliche Fördermittel. Bei Folgefinanzierungen setzen Start-ups aber zunehmend auf Wagniskapital von Firmen oder kooperieren mit diesen. Im globalen Vergleich hinkt Deutschland bei Gründungen hinterher, auch weil Geldspritzen von Investoren fehlen. Die Förderbank KfW beziffert die Kapital-Lücke in der frühen Wachstumsphase auf bis zu 600 Millionen Euro pro Jahr.

Aber auch bei der Fachkräftesuche haben Start-ups Probleme. Fast zwei Drittel (62 Prozent) fänden die Rekrutierung schwer oder sehr schwer, heißt es in dem PwC-Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Fast die Hälfte erklärt, Fachkräfte seien nicht verfügbar.

Gesucht werden Programmierer, IT-Sicherheitsexperten und Entwickler – Berufe, bei denen Wachstumsfirmen mit etablierten Unternehmen konkurrieren. So klagt ein Viertel der Befragten, Bewerber entschieden sich eher für große und bekannte Firmen. Weitere 35 Prozent geben an, die Gehaltsforderungen der Job-Aspiranten seien zu hoch. Auch würden zu hohe Sozialleistungen erwartet.

In der Folge stocken die Start-ups ihre Belegschaft langsamer auf: 61 Prozent der Befragten wollen 2018 mehr Mitarbeiter einstellen und im Schnitt um 8 Prozent wachsen. Bei der Umfrage im Vorjahr lagen die Werte deutlich höher bei 67 und 16 Prozent.

Dass viele Start-ups offene Stellen nicht besetzen können, weil geeignete Bewerber fehlen, hatte jüngst auch eine Studie des Digitalverbands Bitkom gezeigt. In Deutschland fehlten 55.000 IT-Spezialisten, ermittelte der Verband. Um Informatiker und Ingenieure konkurrierten viele Firmen. "Start-ups können in aller Regel nicht jene Gehälter zahlen, die etablierte Unternehmen anbieten."

Trotz aller Hürden sind Start-ups aber mit ihrem Umfeld zufrieden, wie aus dem Papier von PwC hervorgeht. 90 Prozent loben das Gründerklima vor Ort, vor allem die Infrastruktur und Internetanbindung. Nur in Kleinstädten häufen sich die Klagen über den Standort.

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(dpa) / (bme)

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