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Startschuss für Bau der Stromtrasse "NordLink"

Die Stromleitung NordLink soll Windenergie aus Deutschland mit Wasserkraft aus Norwegen verbinden. Das zwei Milliarden Euro teure Projekt ist Bestandteil der Energiewende.

Startschuss für Bau der Stromtrasse "NordLink"

(Bild: NordLink)

Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) und die norwegische Botschafterin Elisabeth Walaas geben am Freitag in Nortorf den Startschuss für den Bau der Stromtrasse "NordLink". Die rund zwei Milliarden Euro teure Stromleitung soll den Austausch erneuerbarer Energien zwischen Deutschland und Norwegen ermöglichen. Das mehr als 620 Kilometer lange "grüne Kabel" ist nach Angaben des Kieler Umweltministeriums die erste direkte Stromverbindung zwischen den beiden Ländern.

Der Verlauf der Trasse

(Bild: NordLink)

"Schleswig-Holsteins Netze haben für die Energiewende im Land und in der Republik eine entscheidende Bedeutung", sagte Habeck. Konflikte, "die es beim Netzausbau ohne Frage gibt", seien in Dialogverfahren mit den Akteuren frühzeitig gelöst worden: "NordLink zeigt, wie gut der Netzausbau in Schleswig-Holstein läuft."

Die NordLink ist als Hochspannungs-Gleichstromübertragung konzipert und hat eine Kapazität von 1400 Megawatt. Sie besteht aus einem 516 Kilometer langen Seekabel, das in einer Meerestiefe von bis zu 410 Metern durch deutsche, dänische und norwegische Hoheitsgewässer verlegt wird. Dazu kommen auf deutscher Seite 54 Kilometer Landkabel sowie 53 Kilometer Freileitung auf norwegischer Seite. An den Endpunkten wird der Gleichstrom in speziellen Konverterstationen zurück in Wechselstrom gewandelt, um über ein Umspannwerk in das nationale Stromnetz eingespeist zu werden.

Die NordLink-Kabel haben einen Durchmesser von bis zu 13 Zentimetern und wiegen bis zu 50 Kilogramm pro Meter. Die Leitung kann mehr als 3,6 Millionen Haushalte in Deutschland mit erneuerbarer Energie versorgen. Gleichzeitig trägt sie den Angaben zufolge zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und der Netzstabilität und soll Engpässen im deutschen im deutschen Stromnetz entgegenwirken.

(Bild: NordLink)

Für die Bauarbeiten werden rund drei Jahre veranschlagt. Der Probebetrieb mit physikalischer Einspeisemöglichkeit soll im 4. Quartal 2019 starten. Die Fertigstellung des Projekts soll im Jahr 2020 erfolgen. Dann kann mit den Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen den Engpässen im deutschen Übertragungsnetz entgegen gewirkt werden.

Der folgende Film zeigt, wie die bauvorbereitenden Maßnahmen an den zukünftigen Konverterstandorten in Deutschland und Norwegen sowie am norwegischen Kabelanlandungspunkt Vollesfjord in den letzten Monaten vorangeschritten sind.

(dpa, Kristina Beer) / (kbe)

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