Startups: Viele Gründer, kaum Gründerinnen

Die deutsche Startup-Szene ist immer noch sehr männerlastig: Nur zehn Prozent aller Gründer sind Gründerinnen. Drei erfolgreiche Gründerinnen erzählen, was ihrer Meinung nach das Problem ist und was sie gern verändern würden.

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Gründerinnen überreichten Europas Digitalkommissar Oettinger bei der vergangenen CeBIT ihr Manifest

(Bild: Deutsche Messe)

Von
  • Stefan Mey

Andrea Pfundmeier, Gründerin des Startups Boxcryptor, merkt immer wieder, dass Frauen Hemmungen haben, ihre weitreichenden Netzwerke auch zu nutzen. Sie ärgert sich über Startup-Events, auf denen scheinheilig erst die Männerdominanz beklagt wird und am Abend Hostessen in Bikinis und Häschenohren die Häppchen servieren.

Franziska von Hardenberg von Bloomy Days hofft auf eine bessere Vereinbarkeit von Familienplanung und Gründungs-Job. Insgesamt ist sie optimistisch: "Ich bin mir sicher, dass es in 10 Jahren völlig normal sein wird, dass viele Unternehmen von Frauen geführt oder auch gegründet werden.“ Andera Gadeib, die mittlerweile drei Startups aufgebaut hat, ist eine der Initiatorinnen des Im Gründerinnen-Manifests, das auf der CeBIT EU-Digitalkommissar Günther Oettinger überreicht würde. Das Manifest macht konkrete Vorschläge, wie mehr Frauen zum Gründen gebracht werden könnten.

Als besonders wichtiger Faktor gelten für alle drei Gründerinnen mehr erfolgreiche, weibliche Rollenmodelle. Denn, wie Andrea Pfundmeier von Boxcryptor es ausdrückt: Ein Mark Zuckerberg taugt nur bedingt als Vorbild für Frauen.

Wie die Situation im deutschen Startup-Ökosystem ist und die Gründerinnen selbst darüber denken, erfahren Sie im c't-Hintergrundartikel:

(axk)