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State of Decay 2 angespielt: Willkommen im Zombieland!

Das Zombie-Survival-Spiel State of Decay 2 schickt die Spieler als Jäger und Sammler in die Zombieapokalypse – Frust und Panikattacken inklusive.

State of Decay 2 angespielt: Willkommen im Zombieland!

(Bild: heise online)

Undead Labs bleibt mit State of Decay 2 ihrem Erfolgsrezept treu. Inmitten der Zombieapokalypse müssen die Spieler Zombies jagen, ihre Basis ausbauen und langsam ihr Territorium erweitern. Mehr an Story gibt es nicht. Zwar soll der Spieler ein ominöses Vermächtnis erschaffen, aber um was es darum geht, wissen wir nach rund 15 Spielstunden immer noch nicht genau.

Zombies jagen, Ressourcen sammeln und die Crew bei Laune halten – so eine Zombieapokalypse kann ganz schön anstrengend sein. Der Spieler übernimmt das Kommando über eine kleine Basis, während draußen hungrige Zombies herumlungern. Tag und Nacht macht er sich alleine oder mit einem Helfer auf Plünderungstouren durch die verlassenen Häuser, kundschaftet auf Strommasten die Gegend aus oder hilft anderen Überlebenden. Unterschiedliche Zombies wie flinke Tobsüchtige, explodierende Bloater oder widerstandsfähige Kolosse, die den Spieler in Stücke reißen, machen die Aufgabe nicht leichter. Besonders fies wird es bei einer der Hauptaufgaben des Spiels: der Zerstörung sogenannter Seuchenherzen, die ganze Horden der Untoten anlocken.

Die einzelnen Missionen beschränken sich auf das Auslöschen von Zombiehorden oder der Beschaffung bestimmter Ressourcen. Besonders nachts sorgt das für die ein oder andere Panikattacke, denn die Sichtweite ist begrenzt. Sollte der Plünderer einmal entdeckt werden, wehrt er sich mit Nahkampfwaffen wie Rohrzangen und Macheten oder erledigt die Zombies aus dem Hinterhalt. Schusswaffen sind zwar wirksamer, aber locken mit ihrem Lärm weitere Zombies an. Wer es etwas cleverer angehen will, lockt die Zombies mit Ghettoblastern an einen bestimmt Ort, um sie mit selbst gebastelten Granaten oder Artillerieschlägen in die Luft zu jagen. Als eines der wichtigsten Hilfsmittel entpuppt sich schnell das Auto, mit dem der Spieler die Zombies reihenweise überfahren kann.

Ähnlich wie in Dark Souls kennt State of Decay 2 keine Pausenfunktion. Der Spieler muss ständig aufpassen, dass nicht doch ein Zombie im Hinterhalt lauert, während er sein Inventar sortiert. Müdigkeit, Hunger und Verletzungen machen ihm zusätzlich zu schaffen. Glücklicherweise kann der Spieler in seiner Basis den Charakter wechseln. Jede Spielfigur hat andere Vorzüge: Der Ex-Soldat kann besser kämpfen, während sich die ehemalige Hairstylistin mit Chemie auskennt. Diese Eigenschaften werden durch ständiges Training verbessert. Allerdings hat jede dieser Figuren auch ihren eigenen Dickschädel, der im Team für Streit sorgen kann. Wenn die Nahrung knapp wird, zu viele Teammitglieder verletzt sind oder keine Medikamente da sind, kann ein Überlebender schonmal das Team verlassen. Ebenso wie der Tod eines Teammitglieds ist das endgültig. Das automatische Speichersystem löscht jedesmal den vorherigen Spielstand – alle Konsequenzen sind permanent.

Mit dem richtigen Basen-Management kann der Spieler diesen Problemen aus dem Weg gehen. Er kann Krankenstationen errichten, um Medikamente herzustellen; in Werkstätten baut er Bomben und Granaten und mit der Kommandozentrale kann er sein Territorium vergrößern. Mit jedem Erfolg gewinnt der Spieler an Einflusspunkten, die für den Ausbau der Basis oder für neue Außenposten einsetzen kann. Irgendwann kann er sich entscheiden, seine Basis aufzugeben und in ein neues, zufallsgeneriertes Gebiet zu ziehen. Dann geht alles wieder von vorne los.

Die neuen Gebiete unterscheiden sich aber kaum voneinander. Da auch die Zombies kaum variieren, stellt sich schnell Langeweile ein. Noch dazu ärgern in der Testversion Zombies, die vom Himmel fallen oder NPCs, die sich nicht anklicken lassen. Diese Bugs treten auf allen Plattformen auf. Die Windows-Version ist der normalen Xbox One-Version aufgrund höherer Detailstufen vorzuziehen.

State of Decay 2 von Undead Labs setzt wie der Vorgänger auf die bewährte Mischung aus Zombiejagd und Basenbau. Zumindest für 10 bis 15 Stunden macht das als Solospieler Spaß, auch wenn die Abwechslung fehlt. Besonders nachts wird die ein oder andere Plünderungstour zur Nervenzerreißprobe, wenn das Benzin ausgeht und die Waffe zerbricht. Der Langzeitspaß hält sich mangels einer Story aber in Grenzen. Immerhin gibt es einen Koop-Modus in den man mit Freunden losziehen kann. State of Decay 2 bleibt trotzdem ein kurzfristig unterhaltsamer Zombie-Survival-Trip, dem aber leider zu schnell der Atem ausgeht.

State of Decay 2 erscheint am 18. Mai für Windows und Xbox One. Es kostet ca. 30 € und ist im Xbox-exklusiven Game Pass enthalten. USK ab 18. Für unser Angespielt haben wir ein paar Stunden mit der Windows-Version gespielt.

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