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"Statistisch gesehen": Der US-Tech-Sektor baut auf Migration

Trumps Einreiseverbot hat zahlreiche US-Unternehmen auf die Barrikaden gebracht, insbesondere aus dem Tech-Sektor. Die Infografik von heise online und Statista zeigt, wie wichtig Migranten für die Branche sind.

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"Statistisch gesehen": Der US-Tech-Sektor baut auf Migration

Das von Präsident Trump verhängte Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern hat nicht nur in den Chefetagen des Silicon Valley für einige Unruhe gesorgt. Apple-Chef Tim Cook ließ die Beschäftigten des Unternehmens in einer Rundmail wissen, dass Trumps Dekret "keine Politik, die wir unterstützen“ sei. Ferner wies er darauf hin, dass es Apple ohne Einwanderer nicht geben würde.

"Statistisch gesehen"

Unsere wöchentliche Rubrik für den Blick auf die Zahlen hinter den IT-News.

Der Vater von Unternehmensgründer Steve Jobs wanderte als Student in die USA ein – aus Syrien. Wie sehr die Tech-Branche auf Immigranten angewiesen ist, zeigt auch die Infografik in Zusammenarbeit mit Statista zu den bewilligten H-1B-Visa. Diese besondere Arbeitserlaubnis ermöglicht es US-Unternehmen, hochqualifizierte ausländische Arbeitnehmer einzustellen. Laut den neuesten verfügbaren Daten reisten so allein zwischen Oktober 2013 und September 2014 etwa 316.000 Menschen ein, davon verfügten 64,5 Prozent über eine computerbezogene Ausbildung. Kein Wunder, dass sich schon unter Obama gerade die IT-Unternehmen für liberalere Regeln stark machten.

Wie sehr das Land von diesem Innovationsimport profitiert, zeigt auch eine vor kurzem im Journal of Economic Perspectives veröffentlichte Studie. Demnach haben allein zwischen 2000 und 2010 über 190.000 Immigranten in den USA Patente angemeldet. Kein anderes Land auf der Welt profitiert so sehr von ausländischen Spitzentalenten. Ob die Begeisterung kluger Köpfe für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten unter Trump anhält, scheint zumindest fraglich. Eine weitere Verschärfung der Ausländerpolitik könnte im schlimmsten Fall sogar zu einem regelrechten Brain Drain führen.

(Bild: heise online/Statista)

(axk)

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