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"Statistisch gesehen": Der mühsame Weg zum Mars

Vor mehr als 50 Jahren erreichte die erste Sonde den Roten Planeten und nun intensivieren sich die Planungen für erste bemannte Missionen. Die Infografik von heise online und Statista zeigt aber, wie viele Rückschläge es bisher schon gegeben hat.

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"Statistisch gesehen": Missionen zum Mars

Wenn die europäisch-russische Sonde TGO als Teil der Mission ExoMars am heutigen Mittwoch in einen Orbit um den Roten Planet einschwenkt, wird dieser am Ende des Tages von so vielen funktionierenden Orbitern gleichzeitig umkreist wie nie zuvor. Und auch dessen Oberfläche soll nach dem Aufsetzen des Landers Schiaparelli um ein Forschungsinstrument reicher sein. Um den Mars kreisen mit Mars Odyssey, dem Mars Reconnaissance Orbiter und Maven drei US-amerikanische, mit Mars Express eine europäische und mit Mangalyaan auch eine indische Sonde. Der Trace Gas Orbiter wäre also die sechste Sonde, die vom Mars zur Erde funkt, zeigt die in Zusammenarbeit mit Statista entstandene Infografik.

Deutlich wird darin auch die hohe Quote an Misserfolgen oder höchstens teilweise erfolgreichen Versuchen, eine Sonde zum Mars zu schicken. Mehr als die Hälfte scheiterte oder kann höchstens als Teilerfolg gewertet werden. Besonders viele Probleme hatte hierbei die Sowjetunion, weshalb ExoMars vor allem auch für die russische Weltraumagentur Roskosmos von großer Bedeutung ist. Die Sowjetunion hatte zwar deutlich früher mit den Versuchen begonnen, Sonden zu unserem Nachbarplaneten zu schicken, wurde aber schließlich trotzdem von der NASA überholt, deren Mariner 4 die ersten Bilder vom Mars zur Erde schickte.

(Bild: heise online/Statista)

Die NASA ist aber auch in Bezug auf die Erforschung der Oberfläche einsamer Spitzenreiter. Insgesamt vier NASA-Rover waren schon oder sind noch auf dem Mars unterwegs. Unter denen sticht immer noch Opportunity hervor, hat der doch als bislang einziger bereits die Marathon-Distanz bewältigt. Der deutlich größere Rover Curiosity hat zumindest bei diesem Ziel noch einiges vor sich und kommt derzeit auf knapp 15 Kilometer zurückgelegter Strecke. Die ESA und Roskosmos wollen mit dem Lander Schiaparelli aber nun nachlegen. (mho)

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