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"Statistisch gesehen": Deshalb werden Ad-Blocker genutzt

Reichweitenstarke Webseiten können durch das Schalten von Werbung durchaus nennenswerte Einkünfte erzielen und somit Online-Journalismus finanzieren. Es gibt aber vielfältige Gründe für den Einsatz von Ad-Blockern.

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Nachdem sich Verlage und Journalisten lange Zeit gefragt haben, ob sich mit Inhalten im Internet überhaupt Geld verdienen lässt, ist mittlerweile klar, dass reichweitenstarke Webseiten dank Online-Werbung durchaus nennenswerte Einkünfte generieren können. Die Zukunft des Online-Journalismus wäre also gerettet, wäre da nicht die wachsende Beliebtheit von Ad-Blockern.

"Statistisch gesehen"

Unsere wöchentliche Rubrik für den Blick auf die Zahlen hinter den IT-News.

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25 Prozent der deutschen Internet-Nutzer haben laut einer aktuellen Studie einen Ad-Blocker auf mindestens einem Gerät installiert. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Besonders allergisch reagieren der Studie zufolge Nutzer aus Polen auf Werbung im Netz. In Asien ist das Blockieren von Werbung dagegen weniger weit verbreitet.

Wie die in Zusammenarbeit mit Statista entstandene Grafik zeigt, greifen vor allem jüngere Nutzer zu Ad-Blockern. Die Gründe für die Installation entsprechender Software sind dabei vielfältig: Vor allem stören sich deutsche Nutzer an aufdringlicher Werbung, die den Lesefluss stört und vom eigentlichen Inhalt ablenkt. Aber auch die schiere Masse an Werbung verleitet viele Nutzer dazu, Werbebotschaften gänzlich zu verbannen.

Warum Verlage so vehement gegen Ad-Blocker vorgehen, erklärt vor allem der Blick auf die unverändert niedrige Zahlungsbereitschaft für Inhalte im Netz: Laut einer Umfrage des Reuters Institute for the Study of Journalism haben nur 8 Prozent der deutschen Internet-Nutzer in den vergangenen 12 Monaten für Online-News bezahlt.

(Bild: heise online/statista)

(kbe)