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"Statistisch gesehen": Windows 7 auf Desktops immer noch deutlich vor Windows 10

Obwohl es ein Jahr lang als Gratisupgrade angeboten wurde, ist der Desktopanteil von Windows 10 weltweit immer noch klar hinter Windows 7 zurück. Das zeigt die Infografik von heise online und Statista.

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"Statistisch gesehen"

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Es sollte das „beste Windows aller Zeiten“ werden und bis 2018 auf einer Milliarde Geräte laufen. Aber störrische Nutzer haben sich trotz kostenlosem Upgrade und umfassender Drängelei nicht wie gewünscht von Windows 10 überzeugen lassen. Jüngsten Berichten nach läuft Windows 10 aktuell auf 400 Millionen Geräten – PCs, Tablets, Smartphones und Konsolen eingerechnet. Das Milliardenziel hat man bereits in weite Ferne verschoben.

Die Zahlen für den Desktop, der mit 82 Prozent Marktanteil von Microsoft-Systemen dominiert ist, machen deutlich, dass weltweit viele Nutzer das jüngste Windows wohl nicht mal geschenkt haben wollten. Wie die in Zusammenarbeit mit Statista entstandene Infografik zeigt, liegt der Anteil von Windows 7 trotz rückläufigem Trend immer noch bei 39,9 Prozent. Windows 10 hinkt 13 Monate nach Veröffentlichung hinterher mit einem Marktanteil von rund 24 Prozent. Zwar kann man sagen, dass Windows 10 ähnlich erfolgreich gestartet ist wie Windows 7 seinerzeit – allerdings wurde die Version 7 auch nicht ein Jahr als Gratis-Upgrade angeboten. Ob man hier also von einem Erfolg sprechen kann?

Bemerkenswert ist auch der immer noch 5,8 Prozent betragende Anteil von Windows XP, das nicht mehr mit Updates versehen wird. Zugleich kann man Windows Vista wohl schon unter ferner liefen verbuchen – obwohl der Support hier noch bis April 2017 weiterläuft. Windows 7 soll übrigens noch bis zum 14 Januar 2020 mit Sicherheitspatches versehen werden, Windows 8.1 bis zum 23. Januar 2023.

Der unangefochtenen Dominanz auf dem Desktop steht ein verloren wirkender Posten auf dem Smartphonemarkt gegenüber – Microsoft kann hier gerade mal 1,75 Prozent Marktanteil verbuchen. Wann der Konzern die immer wieder kolportierten Surface Phones zeigt und ob damit doch noch die Wende gelingen kann, bleibt abzuwarten. Aufgeben will man die mobile Plattform in Redmond offenbar nicht – trotz Nokia-Abwicklung. (jk)