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Status-Update für kernel.org

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Die Admins von kernel.org arbeiten an der Wiederherstellung der Website der Linux-Entwickler, die nach einem Einbruch seit fast vier Wochen offline ist. In einem Status-Update vom Wochenende berichtet Kernel-Entwickler H. Peter Anvin, man sei derzeit damit beschäftigt, die Infrastruktur von kernel.org komplett neu aufzusetzen.

Diese Woche sollen die ersten Git-Repositories wieder online gehen; Anvin hofft, Anfang Oktober einen breiteren Zugang für Entwickler möglich zu machen. Die Wiederherstellung weiterer Dienste für Entwickler von kernel.org werde noch dauern. Zu dem Kernel-Archiv, das aktuelle und ältere Versionen in Form von tgz-Archiven vorhält und traditionell die offizielle Bezugsquelle des Linux-Kernels für Anwender darstellt, sagte Anvin nichts.

Bei den neu aufgesetzten Diensten werden sich Änderungen für die Kernel-Hacker egeben: Ein direkter Shell-Zugriff auf die Git-Repositories mit den Quelltexten der diversen Kernel-Zweige soll in Zukunft nicht mehr möglich sein; stattdessen soll Gitolite zum Einsatz kommen, das Git um eine feinkörnige Zugriffskontrolle erweitert. Die Software wurde für Server entwickelt, die mehrere Git-Repositories vorhalten, auf die jeweils mehrere Entwickler zugreifen. Die Umstellung auf Gitolite, schreibt Anvin, werde einige Unbequemlichkeiten für die Entwickler mit sich bringen; so seien die Skripting-Möglichkeiten sehr eingeschränkt.

(odi)