Steam verteilt automatische Spiele-Updates, um Netz zu schonen

Gelegenheitsspieler müssen Patch-Downloads über Steam gegebenenfalls öfter händisch anstupsen, bevor sie loslegen können.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 32 Beiträge

(Bild: Casimiro PT/Shutterstock.com)

Von

Valve passt das Download-Verhalten auf seiner Spieleplattform Steam an, um die Internetnetze weltweit zu schonen. Dabei hat der Anbieter die automatischen Updates im Visier, die im Hintergrund ablaufen, ohne dass der Nutzer etwas davon mitbekommt: Wurde ein Spiel mindestens drei Tage lang nicht gestartet, lädt Steam einen Patch außerhalb der Spitzennutzungszeiten über mehrere Tage verteilt herunter.

Bisher hat Steam Updates länger nicht gespielter Titel bereits zu ruhigeren Zeiten heruntergeladen, dann allerdings in einem Rutsch. Die Änderung betrifft primär Gelegenheitsspieler, die den Steam-Client zwar im Hintergrund laufen lassen, aber beispielsweise nur an Wochenenden spielen. Die Bandbreite schränkt Valve laut seinem Blog-Beitrag derweil nicht ein. Wer einen Download aktiv startet, soll die volle Geschwindigkeit erhalten.

Valve rät Steam-Nutzern zudem, die Download-Einstellungen im Blick zu halten. Zum Beispiel lassen sich Zeitfenster für automatische Updates festlegen, sodass der Spiele-Client das Heimnetz während des Homeoffice nicht belastet. Alternativ deckelt Steam die Download-Geschwindigkeit auf ein festgelegtes Maximum. Wer ein Spiel vorerst zu den Akten legen, aber nicht deinstallieren möchte, kann die automatischen Updates pro Titel komplett deaktivieren.

Steam ist die erste PC-Spieleplattform, die auf die gestiegene Netzbelastung in Zeiten der Coronavirus-Pandemie reagiert. Sony hat zuvor die Download-Geschwindigkeit beim PlayStation Network reduziert. Zahlreiche Streaming-Dienste stellen Videos zudem mit verringerter Qualität bereit, darunter Amazon Prime Video und Netflix, Apple TV+ sowie YouTube. (mma)