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Stephen Hawking: Künstliche Intelligenz und Automation bedrohen Arbeitsplätze

Der britische Physiker Stephen Hawking sieht durch das wachsende Potential von künstlicher Intelligenz und Automationstechnik Arbeitsplätze bedroht. Die flächendeckende Verfügbarkeit des Internets mache Ungleichheit zudem viel spürbarer.

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Stephen Hawking

(Bild: dpa, Facundo Arrizabalaga)

Stephen Hawking sorgt sich um die Zukunft der Arbeit. Künstliche Intelligenz und Automationssysteme könnten in naher Zukunft sehr viele Jobs übernehmen, die heute von Menschen gemacht werden. Das wird zu Beginn die Industrie und später auch den Dienstleistungssektor betreffen. Daraus folgt laut Hawking eine immer größer werdende Ungleichheit zwischen den sozialen Schichten.

In einem Blogbeitrag warnt er, dass diese Ungleichheiten durch die globale Verbreitung des Internets immer sichtbarer würden. Die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Kommunikationstechnik bedeute, dass "das Leben der reichsten Menschen in den wohlhabendsten Teilen der Welt für jeden, egal wie arm, qualvoll sichtbar wird, solange Zugriff auf ein Smartphone besteht." Dies sorge für noch weitreichendere Frustration und erhöhe den Anreiz für Wirtschaftsflucht.

Hawkings Empfehlung lautet, die Barrieren zwischen Nationen abzubauen und besser zusammenzuarbeiten, um die Herausforderungen der Menschheit zu überwinden. Probleme wie Umweltverschmutzung, Klimawandel und Überbevölkerung seien "eine Mahnung, dass wir uns im gefährlichsten Moment der menschlichen Entwicklung befinden. Wir haben jetzt die Technik den Planeten den wir bewohnen zu zerstören, aber die Technik, um ihn zu verlassen, noch nicht entwickelt." Die Anführer der Welt müssten erkennen, dass sie versagt haben und den Menschen helfen sich für eine neue Welt vorzubereiten.

Der Physiker warnt nicht zum ersten Mal vor den Gefahren der künstlichen Intelligenz. Bereits im Januar dieses Jahres warnte er davor, dass die Technik irgendwann klüger als der Mensch werden könne. (mls)

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