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Steuern für Satelliten

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Einen originellen Einfall hat das Los Angeles County, um die Steuergelder zu mehren. Ansässig im County ist der Konzern Hughes Electronics. Und weil der Satelliten im Weltraum betreibt, soll er nun für dieses "bewegliche Eigentum" zur Kasse gebeten werden. Dass dies möglich ist, bestätigen auch Steuerexperten, schließlich werden auch andere bewegliche Güter besteuert, beispielsweise Boote oder auch Kostüme einer Eisrevue. Hier gab es 1976 eine richtungsweisende Entscheidung, die nun auch für das, was im Weltraum schwebt, Geltung haben könnte, denn auch wenn der Eiszirkus fast nie in Kalifornien war, so musste er doch für die Kostüme zahlen.

Natürlich ist der Hughes-Konzern von dieser Idee eines Steuerbeamten nicht begeistert. Brian Paperny, der beim Konzern für Steuern zuständig ist, zeigt sich denn auch ziemlich beunruhigt über den Vorschlag, Steuern zu erheben für "ein stationäres Objekt, das 22.300 Meilen von der Erde entfernt ist und sich in einer festen Parkposition über dem Äquator befindet, weit weg vom Los Angeles County und den Grenzen von Kalifornien". Es kommt erschwerend hinzu, dass die Satelliten sich auch nicht über Kalifornien befinden. Vermutlich dürfte die Sache vor Gericht enden, das entscheiden muss, ob das Finanzamt seine Hand auch in die unendlichen Weiten des Weltraums erstrecken kann.

Mehr in Telepolis: Wem gehören die Steuern für Satelliten? (fr)

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