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Steve Ballmer: Kein Tänzchen an der Leine

In seiner Eröffnungrede zur diesjährigen CeBIT will Micosoft-Chef Steve Ballmer die partnerschaftlichen Züge von Microsoft betonen: "Die IT-Industrie erwartet unter .NET von Microsoft ein größeres Zusammengehen aller Beteiligten. Das heißt natürlich nicht, dass unsere Konkurrenten nicht mehr unsere Konkurrenten sind", erklärte Ballmer gegenüber der iX. Der Microsoft-Chef besucht heuer zum ersten Mal die CeBIT und ist zusammen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder Redner bei der Eröffnungsveranstaltung. Als Beispiel für den neuen Kurs, den er auch schon an anderer Stelle propagierte, nannte Ballmer die Anti-Trust-Verhandlungen mit der Europäischen Union: "Wir werden den Code des Common Internet Filesystem freigeben und wir werden die Erweiterungen veröffentlichen, die wir für Kerberos entwickelt haben. Wir werden weiter mit Brüssel verhandeln."

Auf die Öffnung des .NET-Framework angesprochen, kündigte Ballmer an, dass es sicherlich eine Common-Language-Runtime-Implementation für Unix geben werde, schränkte diese Entwicklung jedoch als Subset ein, der "nur für den akademischen Einsatz gedacht sei". Überlegungen zur Unterstützung freier .NET-Implementationen wie Mono erteilte Ballmer eine Absage: "Wir haben so viele Millionen in .NET gesteckt, wir haben so viele Patente auf .NET, die wir pflegen wollen."

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Ballmer, der am Tag nach der Eröffnung Microsofts Pocket-PC-Pläne vorstellen wird, hat nur wenig Zeit, die Messe zu besuchen. Der passionierte Hobby-Schauspieler bedauerte, zur Eröffnung kein Video zeigen zu können. "Kein Powerpoint, kein Multimedia, kein Video, so lauteten die Auflagen des Veranstalters. So gibt es leider kein Ballmer-Tänzchen", erklärte Ballmer, der sich sichtlich über die Aufmerksamkeit freute, die seine Form des Agitprop auch bei den Lesern von heise online fand.

Das vollständige Interview mit Steve Ballmer erscheint in Ausgabe 5/2002 der iX. (Detlef Borchers) / (Detlef Borchers) / (jk)

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