Steve Ballmer: Niemand ist gegen die weltweite Finanzkrise immun

Der Microsoft-CEO machte auf seiner Europa-Rundreise zuerst in Oslo Station. Dort äußerte er sich zur weltweiten Finanzkrise und kündigte ein Entwicklungszentrum für Internetsuche in der norwegischen Hauptstadt an.

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Gegen die derzeit herrschende Finanzkrise ist nach Meinung von Microsoft-Chef Steve Ballmer kein Unternehmen immun, auch nicht seines. Das sagte der CEO des Softwarekonzerns laut Medienberichten am Rande einer Pressekonferenz in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Die wirtschaftlichen Probleme würden sich sowohl auf Unternehmens- als auch auf Privatkunden auch außerhalb der USA auswirken und nicht zuletzt auf die Bereitschaft der Finanzbranche, in Informationstechnik zu investieren.

Die Aktie des Softwarekonzerns ist gestern mit einem Minus von 8,72 Prozent auf 25,01 US-Dollar im Vergleich zu anderen Werten wie zum Beispiel von Apple glimpflich davongekommen. Vor allem der US-amerikanische Börsenhandel geriet in Turbulenzen, nachdem das US-Repräsentantenhaus ein von US-Präsident George W. Bush gefordertes, 700 Milliarden US-Dollar umfassendes Notfall-Paket zur Stabilisierung der Wirtschaft abgelehnt hat. Ballmer, der selbst 4,5 Prozent der Microsoft-Aktien hält, vertraut darauf, dass der US-Kongress noch in dieser Woche eine Lösung finden wird. Derweil hat sich das US-Parlament wegen eines Feiertags auf Donnerstag vertagt.

Ballmer hält sich derzeit in Oslo als dem Startpunkt einer Europareise auf, die ihn noch nach London, Paris und Lissabon führen soll. In Oslo traf er mit dem norwegischen Regierungschef Jens Stoltenberg zusammen und kündigte die Eröffnung eines Entwicklungszentrums für Internetsuche für Unternehmen in Oslo an.

Ballmer will die Position seines Unternehmens im Markt für Internet-Suchmaschinen verbessern. Bei der Vorstellung des neuen Entwicklungszentrums sagte Ballmer, er sei "frustriert über die schwache Position" von Microsoft im Konkurrenzkampf mit Google bei Unternehmenskunden. Als wichtigen Schritt, um Boden gutzumachen, bezeichnete Ballmer die Konzentration der eigenen Forschung und Entwicklung in Norwegen. Microsoft hatte dieses Jahr das norwegische Unternehmen FastSearch & Transfer übernommen. Zusätzlich zu bisher dort arbeitenden 300 Entwicklern sollen 50 Experten eingestellt werden. (anw)