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Störende Update-Reboots: Windows 10 soll Rechner-Nutzung mit KI erkennen

Trotz Update-Verschiebe-Funktionen bootet Windows 10 schon mal in ungünstigen Momenten neu. Microsoft will das mit künstlicher Intelligenz bekämpfen.

Störende Update-Reboots: Windows 10 soll Rechner-Nutzung mit KI erkennen

Windows 10 versteht seine Nutzer nicht, eine KI soll's richten.

(Bild: metamorworks / Shutterstock.com)

Fast jeder Windows-10-Anwender hat es schon erlebt: Microsofts Betriebssystem hat die unangenehme Eigenschaft, sich in den dümmsten Situationen neu zu starten, um Updates zu installieren. Gamer leiden regelmäßig darunter, dass Reboot-Meldungen in Fullscreen-Anwendungen nicht zuverlässig angezeigt werden und der Rechner mitten im Spiel neu startet. Sogar Twitch-Streamer wurde so schon vor tausenden von Zuschauern live der Übertragungs-Rechner abgeschossen. Zwar gibt es schon seit langem Möglichkeiten, unpassende Windows-10-Reboots zu untersagen, die Beschwerden von Nutzern reißen aber trotzdem nicht ab. Das hat auch Microsoft erkannt und will dem Problem jetzt mit künstlicher Intelligenz zu Leibe rücken.

Ein Windows-10-Reboot mitten im Stream bringt diesen Pro-Gamer zum Fluchen. Mit der neuen KI soll so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommen.

In einer Ankündigung zu neuen Funktionen in den Entwicklungs-Builds 17723 und 18204 sagt Microsoft, man habe ein KI-Model so trainiert, dass es zuverlässig erkennen kann, wie ein Windows-10-PC aktuell genutzt wird. Die KI könne außerdem erkennen, ob das System nur kurz nicht benutzt wird, weil der Nutzer sich gerade einen Kaffee holt, oder ob der Rechner gefahrlos neu gestartet werden kann. Intern habe man in Tests des neuen Systems "erfolgversprechende Ergebnisse" erzielt. Die KI ist Cloud-basiert und wird laut Microsoft ständig verbessert.

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Endbenutzer kommen aber erst einmal nicht in den Genuss der neuen KI-Features, sie werden vorerst an Mitgliedern des Windows-Insider-Programms getestet. Microsoft ruft die Tester dazu auf, ihre Erfahrungen mit dem KI-System an die Entwickler zurück zu melden, damit dieses weiter verbessert werden kann, bevor man es in die normalen Kunden-Versionen von Windows 10 einbaut. Wann und wie genau die KI-Technik den regulären Windows-Anwendern zugute kommt und sie vor den frustrierend unpassenden Reboots des Betriebssystems bewahrt, steht bisher allerdings noch nicht fest. (fab)

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