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Störung im Behörden-Mail-System

Ein Konfigurationsfehler legte über Wochenende das Mail-System vieler norddeutscher Behörden lahm.

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(Bild: Jan-Phillip Strobel, dpa)

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Nach einer technischen Störung im Behörden-Mail-System in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Sachsen-Anhalt sollen alle betroffenen Ämter ab Montag wieder erreichbar sein. Nur im Einzelfall könne es noch Probleme geben, sagte ein Sprecher des IT-Dienstleisters Dataport am Sonntag. Ursache der Panne sei ein Konfigurationsfehler gewesen, der sich am Freitagnachmittag bemerkbar gemacht habe.

Die meisten Bürger dürften von der Störung nichts mitbekommen haben. Nur in Hamburg öffnete die Stadtverwaltung erstmals an einem Samstag ein Kundenzentrum, in dem Einwohner Pass- und Meldeangelegenheiten erledigen können. Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Technische Probleme hätten die 20 Mitarbeiter des Kundenzentrums Hamburg-Mitte offenbar nicht gehabt.

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) twitterte nach einem Besuch in dem Kundenzentrum, die Samstagsöffnung sei störungsfrei und mit zufriedenen Bürgern gestartet. Telefonisch war der sogenannte Hamburg-Service am Wochenende allerdings nicht erreichbar. Ursache könne die IT-Panne gewesen sein, sagte der Dataport-Sprecher.

Außer dem Mail-System waren auch behördeninterne Abläufe, etwa in den Einwohnermeldeämtern betroffen. Diese Systeme sollten am Wochenende schrittweise wieder hochgefahren werden. Der von den Ländern getragene IT-Dienstleister mit Rechenzentren in Hamburg-Alsterdorf und Norderstedt (Kreis Segeberg) ist auch für die Steuerverwaltung in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Diese sei aber nicht betroffen gewesen, weil sie über ein anderes Rechenzentrum laufe, erklärte der Dataport-Sprecher. (dwi)