Strahlenschützer kritisieren schnurlose Telefone

Das Bundesamt für Strahlenschutz kritisiert, dass die Industrie keine DECT-Telefone entwickele, die "die Aspekte der Vorsorge besser berücksichtigen als die derzeitigen Geräte".

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Schnurlose Telefone strahlen nach Ansicht des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) oft zu stark. Die DECT-Telefone unterschritten die geltenden Grenzwerte zwar um ein Vielfaches, die Hersteller könnten allerdings noch strahlungsärmere Geräte bauen, kritisierte das BfS am Montag in Braunschweig. So ließe sich – ähnlich wie bei Handys – das erforderliche Funksignal nahe der Basisstation abschwächen, was bei den meisten Geräten nicht geschehe. Außerdem sollten schnurlose Telefone im Stand-by-Betrieb strahlungsfrei sein. Erst jetzt seien Geräte verfügbar, die diese Forderung erfüllen.

Belege für ein Gesundheitsrisiko durch Funktelefone gibt es bislang nicht. So hat erst kürzlich eine große deutsche Studie im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation keine erhöhten Gefahren für Hirntumore durch Handys oder schnurlose Telefone gefunden. Selbst das Aufstellen der stark strahlenden Basisstation neben dem Bett hatte dabei zu keinem erhöhten Risiko geführt. Das BfS kritisiert allerdings, dass die Industrie keine DECT-Telefone entwickele, die "die Aspekte der Vorsorge besser berücksichtigen als die derzeitigen Geräte". (dpa) / (jk)