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Strato: Ursache des Hosting-GAUs weiter unklar

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Die Strato AG hat erneut Stellungnahme zum nach wie vor andauernden Ausfall ihres Hosting-Betriebs bezogen. Danach wolle man noch heute Abend "die meisten Web-Präsenzen" wieder online bringen. Sowohl Strato als auch Technikpartner KPNQwest entschuldigen sich in dem Statement bei den Kunden und versichern, dass "die Teams rund um die Uhr arbeiten", um alle Websites wieder 100-prozentig erreichbar zu machen.

Ein Datenverlust könne zumindest nach derzeitigem Stand ausgeschlossen werden, hieß es. Die Ursachen des plötzlichen Ausfalls sind nach wie vor unklar. Ein regulärer Shutdown der Symmetrix-Speicherlösungen von EMC, wie von Strato zunächst vermutet, würde eine dermaßen lange Downtime nicht erklären. Anzunehmen ist vielmehr, dass es Unregelmäßigkeiten beim Herunterfahren der Storage-Systeme gab. Dadurch können Schwierigkeiten mit den notwendigen File-Checks ausgelöst worden sein.

Im Gespräch mit heise online versicherte Teles-Vorstand Rochus Wegener, dass der ganze Vorfall lückenlos aufgeklärt werde. In der kommenden Woche werde ein beauftragtes Team von Technikern des Wirtschaftsprüfungs-Unternehmens PriceWaterhouseCoopers beginnen, den Ablauf vor Ort zu rekonstruieren.

Nach Angaben Wegeners haben sich KPNQwest und Strato heute darauf geeinigt, die gesamte Datenspeicherung für Strato künftig redundant und geografisch getrennt auszulegen. Eine neue EMC-Anlage in München soll einspringen, wenn es Schwierigkeiten mit den Speicher-Systemen in Karlsruhe gibt. (hob)