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Stratolaunch streicht Raketenpläne und Stellen

Der Hersteller des Riesenflugzeugs zum Raketentransport gibt alle Pläne zum Bau eigener Raketen auf und entlässt Mitarbeiter.

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Stratolaunch streicht Raketenpläne und Stellen

Das Doppelrumpf-Flugzeug soll in der Mitte montierte Raketen zum Start in die Luft befördern.

(Bild: Stratolaunch)

Der US-amerikanische Luftfahrtkonzern Stratolaunch Systems verzichtet auf die Entwicklung eines eigenen Raketentriebwerks und einer eigenen Rakete und will sich künftig ausschließlich seinem Projekt eines Doppelrumpf-Flugzeugs widmen, das Raumflug-Raketen zum Start in die Luft befördert. Außerdem baut das Unternehmen 50 Stellen ab, wie Geekwire berichtet.

Die Firma wolle ihr Geschäft rationalisieren und stelle daher die Forschungen am Raketentriebwerk und einer Serie von Raketen ein, schreibt Geekwire. Stattdessen konzentriere man sich ganz auf das Flugzeug und die Demonstration, eine Rakete vom Typ Pegasus XL von Northrop Grumman möglichst noch 2019 zu befördern. Ab 2020 – sofern eine Genehmigung erteilt wird – soll das Flugzeug bis zu drei solcher Raketen in etwa 11 Kilometer Höhe bringen, wo die Raketen starten sollen. Das Doppelrumpf-Flugzeug hatte im April 2018 einen ersten Rolltest aus eigener Kraft auf dem Mojave Air and Space Port absolviert und Anfang Januar dieses Jahres einen weiteren Test mit hoher Geschwindigkeit (136 mph) bestanden.

Das Doppelrumpf-Flugzeug von Stratolaunch beschleunigt erstmals auf 136 mph am Boden als Vorbereitung für einen ersten Flug.

Das Unternehmen Stratolaunch Systems war 2011 unter anderem vom Microsoft-Mitbegründer Paul Allen gegründet. Allen verstarb im Oktober 2018.

Stratolaunch: Eindrücke vom ersten Rollout, aus der Werkshalle und vom ersten Rolltest (19 Bilder)

Stratolaunch Systems arbeitet seit rund sechs Jahren an dem Flugzeug.
(Bild: Stratolaunch Systems)

(tiw)