Stream statt Kino: "Trolls World Tour" mit "größtem Digital-Debüt aller Zeiten"

Laut Universal Pictures soll der Film in den USA über Streamingdienste zum Start zehnmal mehr eingespielt haben als "Jurassic World: Fallen Kingdom".

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(Bild: Universal Pictures)

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Mitte März gab Universal Pictures bekannt, verschiedene Filme, die wegen der Corona-Krise nur kurzzeitig im Kino liefen oder dort noch nicht einmal angelaufen waren, in den USA kurzerhand über Videostreamingdienste zur Miete anzubieten – zu einem Preis von 19,99 US-Dollar für eine 48-stündige Miete. Später wurde das Konzept auch hierzulande umgesetzt.

Zu den Filmen gehörte neben "The Invisible Man" ("Der Unsichtbare") und "Emma" auch der Animationsfilm "Trolls World Tour", der in den USA ursprünglich am 23. April anlaufen sollte und dort nun am vergangenen Wochenende seine Premiere als Video-on-Demand-Titel feierte. (Ansonsten startete er in den USA wegen der anhaltenden Corona-Krise nur in 21 Autokinos.)

Dass ausgerechnet "Trolls World Tour" nun Schalgzeilen machen würde, haben allerdings wohl die wenigsten Filmfans vermutet. Doch tatsächlich belegt der Streifen laut Universal Pictures nicht nur den Spitzenplatz bei allen großen amerikanischen VoD-Diensten, darunter Amazon Video, iTunes, Google Play, FandangoNow und Vudu. Er soll bereits am ersten Tag und am ersten Wochenende der Veröffentlichung über die Streamingdienste zehnmal mehr eingespielt haben als "Jurassic World: Fallen Kingdom".

Rechnet man die Zahlen hoch, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Film um musikalische Trolle auch noch "Avengers: Endgame" überholen wird, der in der ersten Woche Mieteinnahmen in Höhe von 30 Millionen Dollar einstrich. Allerdings muss man sowohl bei "Jurassic World: Fallen Kingdom" als auch bei "Avengers Endgame" beachten, dass diese noch im gewöhnlichen Raster veröffentlicht wurden – also nach der Kinoauswertung und nach Veröffentlichung als Kauftitel. Zudem dürften die Mietpreise dann geringer gewesen sein.

"Trolls Word Tour" ist bislang noch nicht einmal für den deutschen Markt angekündigt. "Emma" und "Der Unsichtbare" sind hingegen auch hierzulande bereits über Streamingdienste abrufbar, für 17,99 Euro pro 48-Stunden-Miete. (nij)