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Streaming-Dienst: Netflix führt die Oscar-Nominierungen an

Produktionen von Netflix wurden 24 Mal für die Oscars nominiert – mehr als alle anderen Studios. "The Irishman" ist gleich zehn Mal vertreten.

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Zehn Mal für den Oscar nominiert: Die Netflix-Produktion "The Irishman"

(Bild: Netflix)

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Der Streaming-Dienst Netflix führt zum ersten Mal die Liste der Oscar-Nominierungen an. Netflix-Produktionen wurden insgesamt 24 Mal für den prestigeträchtigen Filmpreis nominiert, darunter in den Kategorien "Bester Film", "Bester Hauptdarsteller" und "Beste Hauptdarstellerin". Im vergangenen Jahr bekam Netflix 15 Nominierungen.

Für zehn der 24 Nominierungen ist der Gangster-Film "The Irishman" verantwortlich, dessen Ausstrahlung auf der Streaming-Plattform im November begann. "The Irishman" ist unter anderem als "Bester Film" nominiert, Al Pacino und Jo Pesci dürfen sich außerdem beide Hoffnungen auf die Auszeichnung als "Bester Nebendarsteller" machen. Regisseur Martin Scorsese hat Chancen, für The Irishman den Oscar für die "Beste Regie" zu gewinnen.

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Marriage Story, Zwei Päpste und Dokus

Die Netflix-Tragikomödie Marriage Story wurde in sechs Kategorien nominiert, unter anderem für "Bestes Originaldrehbuch". Adam Driver und Scarlett Johansson sind außerdem in der Auswahl als beste Hauptdarsteller und Hauptdarstellerin. Weitere drei Nominierungen gab es für das Netflix-Original "Die Zwei Päpste", außerdem wurden Netflix-Produktionen mehrfach in den Dokumentations-Kategorien nominiert.

Eigenproduktionen gewinnen für Netflix aufgrund der wachsenden Konkurrenz auf dem Markt für Streaming-Dienste an Relevanz. Neben Amazon ist nun auch Disney mit einem eigenen Streaming-Service gestartet. Disney+ stützt sich zum Start vor allem auf den umfangreichen Katalog an Kino- und TV-Produktionen von Disney, sagt Netflix aber auch mit einigen Eigenproduktionen den Kampf an.

Der Erfolg von Netflix bei den Oscars ist nicht unumstritten: Einige Hollywood-Größen, darunter Steven Spielberg, haben in der Vergangenheit Kritik an der Nominierung von Netflix-Filmen geübt, weil sie im Gegensatz zu traditionellen Produktionen nicht im Kino laufen. (dahe)