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Streaming-Einnahmen beflügeln das US-Musikgeschäft

Lange Zeit ging es dem US-Musikgeschäft nicht gut, jetzt befindet sich das Business wieder im Aufwind. Umsatzzahlen für 2017 zeigen, dass die Talsohle durchschritten ist und die Einnahmen kontinuierlich ansteigen – dank des Musikstreamings.

Streaming-Einnahmen beflügeln das US-Musikgeschäft

(Bild: Pixabay / CC0)

Die Umsätze des US-Musikgeschäfts belaufen sich 2017 auf insgesamt 8,7 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet bereinigt um die Inflation ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das hat die Handelsgruppe der US-Label, die Recording Industry Association of America (RIAA), in einem Bericht bekannt gegeben. Insgesamt hat sich der Umsatz der US-Musikindustrie für 2017 wieder auf dem Niveau von 2008 eingependelt.

Bereits 2015 waren die Einnahmen nach etwa 15-jähriger Talfahrt wieder leicht angestiegen, haben jedoch mit etwas mehr als eine Milliarde US-Dollar im letzten Jahr einen deutlichen Sprung hingelegt. Grund für den Anstieg sind vor allem Einnahmen in Höhe von 5,66 Milliarden Euro, die 2017 durch Musikstreaming erzielt wurden. Weiter zurück gingen dagegen die Einnahmen mit physikalischen Datenträgern wie CDs auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Musikdownloads, die zwischen 2012 und 2015 noch den Löwenanteil der Verkäufe ausgemacht hatten, fielen jetzt auf 1,33 Milliarden US-Dollar zurück. Damit liegen sie unter dem Umsatz mit physikalischen Datenträgern.

1999 hatte die US-Musikbranche noch Einnahmen in Höhe von 21,46 Milliarden erzielt, die dann bis 2015 auf 6,94 Milliarden kontinuierlich abfielen. Der Einbruch bei den Verkäufen physikalischer Datenträger konnte in dieser Zeit von den (legalen) Musikdownloads nicht aufgefangen werden. Erst mit den Flatrates für Musikstreaming wurde eine Trendwende erzielt. Musikdienste wie Spotify und Apple Music verzeichnen derzeit kontinuierlich ansteigende Nutzerzahlen, sodass mit einer weiteren Erholung des US-Musikgeschäftes zu rechnen ist.

(olb)

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