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Streaming und Webradio haben sich etabliert

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Musikstreams und Radioprogramme im Netz sind für viele Deutsche schon Teil ihres Alltag. Rund 4,5 Millionen Menschen in Deutschland hören ihre Musik regelmäßig direkt im Netz. Zu den Streaming-Angeboten kommen rund 3000 Webradio-Stationen, von denen die meisten ausschließlich im Netz senden. Das geht aus Erhebungen des Beratungshauses Goldmedia hervor.

Viele Deutsche holen sich ihre Unterhaltung direkt im Netz.

(Bild: dpa)

"Der Trend geht auch in der Musik immer stärker weg vom Besitz von CDs oder Dateien und hin zur reinen Nutzung", erklärt Bitkom-Präsident Dieter Kempf die von Goldmedia mit einer Umfrage unter 2000 Internetnutzern ermittelten Nutzungsdaten für Streaming-Dienste. Demnach greifen rund 4,5 Millionen Deutsche mehrfach pro Woche auf Angebote wie Rdio, Napster oder Spotify zu. Der Verband erwartet weiter steigende Zugriffszahlen.

Als feste Größe im Netz haben sich inzwischen auch Webradios etabliert. Der zuletzt stark gewachsene Markt konsolidiert sich und wird professioneller. "Während die Zahl der Kleinstanbieter leicht rückläufig ist, haben sich vor allem die Online-Streams der UKW-Radios stark profiliert", heißt es im Webradio-Monitor 2012, den Goldmedia im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien erstellt und am Mittwoch bei den Lokalrundfunktagen in Nürnberg vorgestellt hat. Aktuell gebe es in Deutschland rund 3000 Webradio-Sender. Davon sind den Angaben zufolge 82 Prozent nur im Netz zu empfangen, der Rest entfällt auf Live-Streams der UKW-Sender und deren Online-Ableger.

Die Zahl der durchschnittlichen Abrufe je Sender und Tag stieg binnen Jahresfrist um 36 Prozent auf 13.800 (Stand April). Die Angebote der UKW-Marken verzeichneten sogar einen Anstieg um 58 Prozent auf 18.300 Abrufe. Jeder sechste Stream werde von einem Smartphone oder Tablet-PC abgerufen. Doch wird mit Webradio im Regelfall kein Geld verdient. Während die UKW-Radios mit einer Kostendeckung von 98 Prozent nur knapp unter der Profitabilitätsgrenze operieren, erreichen die reinen Netz-Radios im Schnitt nur einen Wert von 69 Prozent. Die Ursache dafür sehen viele Anbieter in zu hohen Streamingkosten und Gema-Lizenzgebühren. (Mit Material von dpa) / (vbr)